Freitag, 3. April 2020 16:23 Uhr

Charts der Woche: Deutsch-Rapper wieder ganz vorne

Fotos: imago images / Future Image & imago images / Revierfoto & imago images / Michael Schöne

Sage und schreibe 22 Neueinsteiger trotzen in den Offiziellen Deutschen Album-Charts der Corona-Krise. Doch der neue Spitzenreiter war schon in der vergangenen Woche dabei.

Nachdem Fler sein aktuelles Werk vor sieben Tagen ausschließlich durch Downloads und Streams an die siebte Stelle beförderte, schafft es der Rapper nun dank der zusätzlichen physischen Tonträger-Verkäufe auf den Thron der Hitliste. „Atlantis“ ist bereits sein fünftes Nummer-1-Album bzw. seine 24. Top-10-Platte (inkl. Labelsampler).

Konzert-Feeling

Insgesamt vier Live-Alben erobern aus dem Stand die Top 20 – und verwandeln das heimische Wohnzimmer in ein Festivalgelände. Den Anfang macht die „Bekannteste Unbekannte Band der Welt“ aka SDP, die auf Platz zwei „20 Jahre – Die einmalige Jubiläums-Show (Live aus Berlin)“ präsentiert.

Ausnahmslos rockig geht’s bei der Metalcore-Gruppe Parkway Drive („Viva The Underdogs“, fünf), den Rückkehrern Rammstein („Live aus Berlin“, neun) sowie dem Progressive-Projekt Ayreon („Electric Castle Live And Other Tales“, 14) zur Sache.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von DUA LIPA (@dualipa) am Mär 28, 2020 um 5:51 PDT

Eine 30 Jahre alte Kultband, eine 24 Jahre junge „Grammy“-Gewinnerin und ein fünfsekündiger Ausblick auf den Sommer sind die weiteren Top-Neuzugänge. Sie heißen Pearl Jam („Gigaton“), Dua Lipa („Future Nostalgia“) und 5 Seconds Of Summer („CALM“) – und erobern die Positionen drei, vier und sieben.

Im Single-Ranking bleibt dem kanadischen Überflieger The Weeknd eine neunte Nummer-1-Woche vorerst verwehrt. Sein Welthit „Blinding Lights“ notiert nun an zweiter Stelle. Gold und Bronze holen zwei Rap-Tracks: „Du bist mein“ (Zuna, Loredana & SRNO) und „Allein sein“ (Ufo361). Dahinter landen Kontra K („Puste sie weg“) und SAINt JHN („Roses“).

So werden die Charts ermittelt

Die Offiziellen Deutschen Charts werden von GfK Entertainment ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab und sind das zentrale Erfolgsbarometer für Industrie, Medien und Musikfans.

Basis der Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern sämtlicher Absatzwege. Dazu zählen der stationäre Handel, E-Commerce-Anbieter, Download-Portale und Musik-Streaming-Plattformen.

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