Mittwoch, 25. Oktober 2017 15:36 Uhr

Christoph Waltz über sich, die Deutschen und die Österreicher

Heimfestspiele für Österreichs erfolgreichsten Hollywood-Export: Schauspieler Christoph Waltz stattete der Viennale, dem größten Filmfestival des Landes, einen Besuch ab und wurde mit einer Auswahl seiner Filme geehrt.

Christoph Waltz über sich, die Deutschen und die Österreicher

Foto: Mario Mitsis/WENN.com

Dabei gehe es aber nicht nur um Blockbuster wie James Bonds „Spectre“, „Inglourios Basterds“ oder „Django Unchained“, sondern auch darum, „was vor 30, 40 Jahren nicht ganz so erfolgreich war“, sagte der zweifache Oscar-Preisträger gestern Abend vor Journalisten. Der 61-Jährige freute sich nämlich besonders über jene Streifen, die in Österreich gedreht wurden. „Das ist eigentlich das Schönste daran. Nicht, dass ich mich ins Kino setze und meine alten Filme anschaue.“

Neuer Film „Downsizing“ mit Matt Damon

Zu sehen gibt es unter anderem den Film „Kopfstand“ aus dem Jahr 1981. Der damals 24-jährige Waltz spielt in dem schwarz-weiß Film einen Außenseiter in einer Nervenanstalt. Besucher können Waltz auch bei seiner Verkörperung von Schlagersänger Roy Black in „Du bist nicht allein – Die Roy Black Story“ von 1996  sehen.

Waltz selbst hatte seinen neuesten Film „Downsizing“ von Alexander Payne (u.a. mit Matt Damon) im Gepäck, der als Österreich-Premiere gezeigt wurde. Deutsche Kinopremiere ist am 18. Januar 2018. In der originellen Geschichte steht der geschrumpfte Star neben Matt Damon vor der Kamera.

Erfolg nicht zu Kopf gestiegen?

Der durchaus sympathische Wiener scheint trotz des Megaerfolges einigermaßen am Boden geblieben zu sein – abgesehen von einigen leicht überheblichen Interviews in der Vergangenheit, die er wohl seinem Star-Status geschuldet sieht. So öffnet sich im Gespräch mit ‚tz‘ über so manche Klischees. Zuerst jedoch gibt er ein wenig Einblick in seine Persönlichkeit und witzelt, dass der größte Irrglaube, den Menschen über ihn haben, sei, dass er „ein netter Mensch“ wäre.

Irrglaube Nummer zwei ist dabei seine Abstammung: Viele denken nämlich, dass er ein Deutscher ist. Doch habe er zwar durch seinen Vater „einen deutschen Pass“, dies sei aber „auch schon alles, was deutsch an ihm“ wäre.

Damit kam das Gespräch dann auch schon zu den landestypischen Charakteristiken. Während sich Waltz scherzhaft persönlich als „sehr schön und höchstgradig gelehrt“ bezeichnet, betont er ein altbekanntes Klischee: „Wir sprechen die Dinge nicht direkt an, weshalb die Deutschen uns für Schleimer halten.“ Auch in Bezug auf den Humor – von dem die Deutschen ja wenig besitzen sollen, glaubt man den Stereotypen – sieht der ‚Downsizing‘-Darsteller natürlich Verschiedenheiten und sagt: „Meine Standardantwort darauf ist: Gibt es einen Unterschied zwischen Stechschritt und Wiener Walzer?“ Die Antwort ist wohl klar. (dpa/Bang)

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