23.06.2020 22:00 Uhr

Clemens Schick und die Nächste-Monat-Angst: „Damit lebe ich seit Jahrzehnten“

Clemens Schick zeigt schon lange öffentlich Haltung gegen Rassismus und Hass. Sein Rezept, um nicht in Sorgen angesichts aktueller Ereignisse zu versinken: "Ich versuche eine Mischung aus Auseinandersetzung und Optimismus. Ohne Optimismus würde ich das alles schwer aushalten".

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„Wir dürfen nicht nur auf die kleinere Prozentzahl der Hassenden schauen. Mich verstört es in der Corona-Krise übrigens sehr, wer mir alles Videos von irgendwelchen Verschwörungstheorien geschickt hat“, sagte der grandiose TV- und Kinoschauspieler im Gespräch mit der neusten Ausgabe des Magazins „Emotion“.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Clemens Schick (@clemens_schick) am Jan 17, 2020 um 5:48 PST

Der Verlust von Routine und Planungssicherheit – das macht in der Corona-Krise vielen zu schaffen – auch Künstlern. Nicht zu wissen, was im nächsten Monat passiert? Für Schick nichts Neues: „Damit lebe ich seit Jahrzehnten. Der Unterschied gerade ist, in der Corona-Zeit geht es allen so, normalerweise bin ich allein mit diesem Gefühl. Wenn ich sonst nicht arbeite, liegt es daran, dass ich keinen Job gekriegt habe. Gerade arbeite ich nicht, weil es in der Corona-Krise keine Arbeit für Schauspieler*innen gibt.“

Karrierestart bei James Bond

Der gebürtige Tübinger der 2006 als Bond-Bösewicht im Film-Business begann und zuletzt in der Serie „Das Boot“ mitwirkte, sagte weiter: „Gefühlt hat es bis 2019 gedauert, bis es anfing, dass ich gesehen wurde.“

Der 48-Jährige lebt zurzeit zurückgezogen im Berliner Umland. Er nutzt die Corona bedingt freie Zeit auf seinem Hof. „Ich kann mich stundenlang mit Pflanzen beschäftigen oder einfach das Licht beobachten.“ Ein „Alleinemensch“ ist er deswegen nicht. „Für mich ist der Normalzustand, mit anderen zu sein“, sagt Schick, der einen Zwillingsbruder hat. „Ich kenne aber auch einsame Lebensphasen. Und ich kann mich gut zurückziehen“.