17.08.2020 13:21 Uhr

Clubs dicht: Italien verschärft die Corona-Maßnahmen wieder

Wegen steigender Corona-Fallzahlen hat die italienische Regierung nun die Schließung sämtlicher Diskotheken angekündigt. Außerdem gilt auch nachts Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen.

JeniFoto/Shutterstock.com

Im italienischen Gesundheitsministerium hat Gesundheitsminister Roberto Speranza (41) das Dekret unterzeichnet. Ab dem 17. August bis vorerst zum 7. September müssen sämtliche Diskotheken des Landes schließen. Betroffen sind auch Event-Plätze im Freien wie Nachtclubs, Stranddiscos, Open-Air-Partys oder Tanzabende unter freiem Himmel.

Außerdem ordnete die Regierung an, dass in der Zeit zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens auf sämtlichen öffentlichen Plätzen und vor Lokalen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss.

Es ist ein schwerer Schlag für das Land, in dem eigentlich „La Dolce Vita“ herrscht mit der typischen, abendlichen Lebendigkeit, die auch Touristen lieben. Diskothekenbetreiber warnten vor Milliarden-Verlusten bei einer Schließung. Auch Minister Speranza sprach in einem Interview mit der italienischen Zeitung „La Repubblica“ von einem „Opfer“, dass die Menschen erbringen müssten.

Eine Schulschließung nach den Sommerferien soll verhindert werden

In Italien sollen sich zuletzt zunehmend jüngere Menschen mit dem SARS-CoV-2-Virus angesteckt haben. Die Regierung in Rom sieht dadurch die Wiedereröffnung der Schulen und Universitäten am 14. September nach den italienischen Sommerferien gefährdet. Eine erneute Schließung, wie der 40 Tage andauernde Lockdown im Frühjahr, soll auf jeden Fall verhindert werden.

Roberto Speranza hob hervor, dass die Lage in Italien mittlerweile besser sei als in anderen europäischen Ländern. Während in Spanien oder Frankreich täglich rund 3.000 Neuansteckungen verzeichnet würden, seien es in Italien unter 500 Fälle pro Tag. „Aber die Tendenz zu einer erneuten Zunahme der Ansteckungen verpflichtet uns, die Aufmerksamkeit ohne Alarmismus zu erhöhen“, so der italienische Gesundheitsminister.

(ves/spot)

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