Corona-Impfung: Spanische Royals sorgen für Empörung

Infantinnen Elena und Cristina bei einem gemeinsamen Auftritt (hub/spot)
Infantinnen Elena und Cristina bei einem gemeinsamen Auftritt (hub/spot)

imago images/Agencia EFE

04.03.2021 13:37 Uhr

Die Infantinnen Cristina und Elena sorgen in Spanien für Empörung. Die Schwestern von König Felipe VI. haben sich in Abu Dhabi gegen Corona impfen lassen.

Die Schwestern des spanischen Königs Felipe VI. (53) wurden offenbar in Abu Dhabi gegen das Coronavirus geimpft, als sie ihren Vater besuchten. Das berichtete „El Confidencial“ und löste damit in Spanien eine Welle der Empörung aus. Die meisten Spanier müssen auf ihre Impfung noch warten.

Die Infantinnen Elena (57) und ihre Schwester Cristina (55) sollen demnach im Februar dem ehemaligen König Juan Carlos (83), der sich vergangenes Jahr in die Vereinigten Arabischen Emirate zurückgezogen hat, einen Besuch abgestattet haben. Die beiden bestätigten inzwischen die Impfungen vor Ort. Um ihren Vater regelmäßig besuchen zu können, seien ihnen diese angeboten worden, zitiert „El Confidencial“ aus einem Statement. In der Bevölkerung und bei Politikern wird ihr Vorgehen dennoch kritisiert: „Es ist sehr unangenehm, sehr hässlich“, sagte Arbeitsministerin Yolanda Diaz Medienberichten zufolge. Die Menschen, die repräsentieren, „müssen mit gutem Beispiel vorangehen“.

Palast nicht zuständig?

Die Schwestern des Königs hätten in ihrer Heimat wohl noch einige Wochen warten müssen, um sich impfen lassen zu können. Insider aus dem Palast erklärten Medienberichten zufolge, die Angelegenheiten der Schwestern des Königs fielen nicht in ihren Zuständigkeitsbereich, da die beiden seit der Abdankung ihres Vaters 2014 genau genommen nicht mehr zur königlichen Familie gehörten. Felipe VI., seine Frau Letizia (48) und ihre Töchter ließen sich demnach impfen, wenn sie an der Reihe sind.