07.08.2020 11:35 Uhr

Corona-Umfrage: Mehrheit der Deutschen für härtere Strafen!

Mehrere Bundesländer haben in dieser Woche angekündigt, höhere Strafen zu verhängen, wenn sich Menschen etwa in Bus und Bahn weigern, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Knapp jeder zweite Deutsche begrüßt das.

imago images / A. Friedrichs

So sind 46 Prozent der Befragten der Meinung, die derzeit bestehenden Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen gehen alles in allem nicht weit genug.

Jeder Zehnte findet die Strafen überzogen

Demgegenüber halten nur 36 Prozent die Strafen für bereits ausreichend. Jeder Zehnte (11 Prozent) ist der Ansicht, die bisherigen Strafen gingen bereits zu weit. Das hat eine aktuelle Umfrage von infratest dimap im Auftrag der ARD ergeben.

Je nach Bundesland gelten bei Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen unterschiedliche Strafen. Auch die Art und Weise, wie die Einhaltung der Maßnahmen überprüft wird, unterscheidet sich je nach Bundesland.

Quelle: instagram.com

Mehrheit findet Kontrollen unzureichend!

Einigkeit herrscht trotzdem bei der Bewertung der momentanen Kontrollen: Die knappe Mehrheit der Deutschen bewertet diese als unzureichend: 53 Prozent sagen, die bestehenden Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen gingen nicht weit genug. Für ausreichend halten sie 35 Prozent. Immerhin jeder Siebte findet, die Kontrollen gingen bereits jetzt zu weit.

Die Corona-Maßnahmen selbst halten die meisten Befragten (59 Prozent) für ausreichend. Für gut ein Viertel (28 Prozent) gehen die aktuellen Alltagseinschränkungen und Auflagen nicht weit genug, für jeden Zehnten (11 Prozent) gehen sie dagegen zu weit. 

Quelle: instagram.com

Maskenpflicht in Schulen

Eine Mehrheit der Bevölkerung unterstützt laut der Umfrage auch eine Maskenpflicht an Schulen. So halten 59 Prozent der Befragten einen verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz im Schulgebäude und auf dem Schulhof für richtig. Im Unterricht sollte die Maske allerdings nicht getragen werden müssen. Grundsätzlich gegen eine Maskenpflicht an den Schulen sind laut Umfrage lediglich 13 Prozent. 

Wie und wo der Unterricht in Corona-Zeiten stattfinden soll, darüber gehen die Meinungen auseinander. Einen Unterricht durchgehend an den Schulen befürwortet der Umfrage zufolge jeder Zweite (49 Prozent). 44 Prozent sprachen sich für ein Unterrichten abwechselnd an Schulen und zu Hause aus. Mehr als jeder Zweite (60 Prozent) hält die Schulen für die Wiederaufnahme des Betriebs nach den Sommerferien den Angaben zufolge für nicht gut vorbereitet.

Wenig Sorge vor eigener Ansteckung

Trotz aller Kritik an den zum Teil zu laschen Maßnahmen im Kampf gegen Corona: Vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat die Mehrheit der Deutschen weiterhin geringere Sorgen. Die Sorge, dass man sich selbst oder dass sich Mitglieder der Familie anstecken, ist bei 71 Prozent weniger groß oder klein (-4 Prozentpunkte im Vgl. zu Ende Juni). Bei 28 Prozent ist diese Sorge hingegen sehr groß oder groß (+4).

Weltweit wird derzeit an einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. Wenn es einen solchen gäbe, wären drei Viertel der Deutschen auf jeden Fall (44 Prozent) oder wahrscheinlich (30 Prozent) dazu bereit, sich gegen Corona impfen zu lassen. Je 12 Prozent würden das wahrscheinlich nicht bzw. auf keinen Fall tun.

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