Dienstag, 2. Oktober 2018 17:13 Uhr

Cristiano Ronaldo: Deutscher Anwalt geht gegen Berichterstattung vor

Die Polizei von Las Vegas hat einen uralten Fall wiedereröffnet, bei dem es um den schwerwiegenden Vorwurf sexueller Belästigung geht. Superstar Cristiano Ronaldo soll demnach 2009 angeblich versucht haben, eine Frau angeblich gegen deren Willen zu einem Schüfestündchen zu verführen. Die Angelegenheit schlägt derzeit auch in internationalen Medien hohe Wellen.

Cristiano Ronaldo: Deutscher Anwalt geht gegen Berichterstattung vor

Foto: IPA/WENN.com

Der Fall war dem Bericht wohl geschlossen worden, weil das Opfer weder den Tatort nannte noch eine Beschreibung des Verdächtigen geben konnte oder wollte. Nun jedoch hat sich die Frau zu Wort gemeldet – zunächst exklusiv im Hamburger Magazin ‚Spiegel‘. Zuvor war von einer „Schweigevereinbarung“ die Rede. Das Blatt zitierte eine angebliche, offenbar sehr private Begegnung der Beiden in einem Hotel in Las Vegas sehr ausführlich und detailreich.

Der US-Anwalt der Frau, Leslie Mark Stovall, erklärte in der Sendung „USA Today“ am Montag (1.10.), dass weder der Übergriff noch eine „Schweige-Vereinbarung“ oder die psychischen Folgen seiner Mandantin „Fake News“ seien, berichtet die US-Seite ‚Sports Illustrated‚. Der Fußballstar habe die Vorwürfe via „Instagram Live“ am Sonntag zurückgewiesen und nannte sie „Fake News“.

Deutsche Kanzlei geht gegen „Spiegel“ vor

Ronaldos deutscher Anwalt, der renommierte Promi-Advocat Prof. Christian Schertz, nannte die Berichterstattung im ‚Spiegel‘ „eklatant rechtswidrig“. In einer Presseerklärung dazu hieß es unmittelbar nach Erscheinen des Artikels: „Sie verletzt die Persönlichkeitsrechte unseres Mandanten Cristiano Ronaldo in besonders schwerwiegender Weise. Es handelt sich um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung aus dem Bereich der Intimsphäre. Eine Übernahme dieser Berichterstattung wäre schon deshalb rechtswidrig.“ Die Kanzlei sei deshalb beauftragt, „gegen den ‚Spiegel‘ sämtliche bestehenden presserechtlichen Ansprüche unverzüglich geltend zu machen, insbesondere auch ein in seiner Höhe der Verletzung entsprechendes Schmerzensgeld.“ Abschließend heißt es: „Es dürfte sich vorliegend um eine der schwersten Verletzungen von Persönlichkeitsrechten aus den letzten Jahren handeln.“

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