Mittwoch, 4. Oktober 2017 22:29 Uhr

Dakota Johnson wird 28: Karriere ohne die berühmten Eltern

Dakota Johnson kommt aus einer berühmten Schauspieler-Familie und wurde durch Erotik berühmt. Aber trotzdem geht sie ihren ganz eigenen Weg.

Dakota Johnson wird 28: Karriere ohne die berühmten Eltern

Foto: IPA/WENN.com

Erst wurde lange spekuliert, dann gab es viele Proteste und schließlich einen Ausstieg: Was war das für ein Wirbel, als bekannt wurde, dass die relativ unbekannten Schauspieler Dakota Johnson und Charlie Hunnam die Stars in der Verfilmung der Sadomaso-Romanze „Fifty Shades of Grey“ werden sollten.

„50 Shades of Grey“ begann mit Problemen

Nicht wenige stiegen auf die Barrikaden: Es gab sogar eine Petition von mehr als 20 000 Fans, die lieber Alexis Bledel („Gilmore Girls“) und Matt Bomer („Magic Mike“) in den Rollen der Studentin und Sex-Sklavin Anastasia Steele beziehungsweise ihres Liebhabers, des smarten, reichen Geschäftsmanns Christian Grey, sehen wollten. Und dann stieg auch noch Hunnam aus. In der Branche munkelte man, dass er vom heißen Stoff kalte Füße bekam. Ahnte er einen Misserfolg? Der irisch-britische Schauspieler Jamie Dornan sprang für ihn ein, Dakota Johnson, die heute 28 Jahre alt wird, war immer bei ihrer mutigen Entscheidung geblieben, die leicht auch das Ende ihrer damals noch jungen Karriere hätte bedeuten können.

Denn die meisten Kritiker fanden nicht viel Gutes an der Sadomaso-Romanze nach den Bestsellern der britischen Autorin E. L. James, die schließlich 2015 in die Kinos kam. Zudem heimste der Film fünf „Goldene Himbeeren“, Hollywoods Schmähpreise, ein, darunter für den schlechtesten Film.

Die Fans aber schien das nicht zu beeindrucken: Der Erotik-Streifen kam beim Publikum sehr gut an und spielte weltweit mehr als eine halbe Milliarde Dollar ein. Auch beim zweiten Teil, der dieses Jahr in die Kinos kam, ging das Erfolgsrezept mit einem Einspielergebnis von knapp 400 Millionen Dollar erneut auf.

Schauspieldebüt mit einem Familienprojekt

Bei der Wahl ihres Berufes hatte Dakota Johnson eigentlich keine Wahl. Ihr Vater ist Don Johnson, ihre Mutter Melanie Griffith, ihr Stiefvater war Antonio Banderas und ihre Großmutter die Hitchcock-Schauspielerin Tippi Hedren. Ihr Schauspieldebüt gab sie prompt bei einem Familienprojekt: 1999 spielte sie an der Seite ihrer Mutter in „Verrückt in Alabama“ mit, dem Regiedebüt von Antonio Banderas, der 1996 Melanie Griffith geheiratet hatte. Der Film wurde zwar kein Erfolg, aber die Weichen waren gestellt.

„Ich habe meinen Eltern bei der Arbeit zugesehen und gedacht: „Ja, das will ich auch machen.“ Es war keine große Sache. Es ist das Einzige, was ich kann“, sagte Dakota Johnson. Überhaupt hat die US-Schauspielerin ihren ganz eigenen Kopf. Während für die meisten Promis die sozialen Netzwerke ein perfektes Marketing-Instrument sind, entschied sich Dakota Johnson im letzten Jahr dafür, einfach mal alle Bilder von ihrem Instagram-Account zu löschen – und der ist noch immer leer geräumt.

Karrierestart als Model

Nachdem sie die Schule abgeschlossen hatte, startete Dakota Johnson durch. Zunächst als Model, dann auch als Schauspielerin. Sie ergatterte eine Rolle in David Finchers Erfolgsfilm „The Social Network“ (2010), auch wenn ihr Part eher „undankbar“ war, wie Fincher anmerkte. Dakota hatte einen One-Night-Stand mit Justin Timberlake.

Mehr und mehr gelingt es Dakota Johnson aber, sich aus dem „Fifty Shades“-Schatten zu lösen und ein ganz eigenes Profil zu entwickeln. Zum Beispiel mit der Komödie „How To Be Single“ (2016). Der Film erzählt die Geschichte von vier Frauen in New York, die als Singles mehr oder weniger glücklich sind. Im Mittelpunkt steht Dakota Johnson als gerade getrennte New Yorkerin Alice, die erst einmal herausfinden muss, wie man ohne Partner durchs Leben geht. (Wolfgang Marx, dpa)

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