17.03.2020 22:54 Uhr

Daniel Craig: „Ich hatte richtig Angst, dass ich mir das Leben versaue“

imago images / Future Image

Bisher ist niemand anderes so lange James Bond gewesen wie der britische Schauspieler Daniel Craig. Dabei hatte der 52-jährige anfangs ziemliche Angst. Mit 37 Jahren wurde Daniel Craig 2005 gecastet und der Welt mit flachsblondem Haar als sechster James Bond präsentiert.

„Ich weiß noch, dass ich ganz am Anfang dachte: ‚Ich kann keinen Sean Connery nachmachen. Ich kann kein Pierce [Brosnan] sein'“, so Daniel Craig jetzt gegenüber dem Magazin ‚GQ Gentlemen’s Quarterly‘ mit Blick auf seine Vorgänger in der Rolle des Geheimagenten.

Daniel Craig über 007: „Ich hatte aufrichtig Angst, dass ich mir das Leben versaue"

Foto: Lachlan Bailey for GQ

Abschied mit „Keine Zeit zu sterben“

„Ich hatte aufrichtig Angst, dass ich mir das Leben versaue, wenn ich annehme.“ Zuletzt hatte der Agenten-Darsteller erneut klargestellt, dass er im neusten 007-Abenteuer ‚Keine Zeit zu sterben‘ (Originaltitel: ‚No Time To Die‘) zum letzten Mal den Geheimagenten James Bond spielen wird.

Für den Briten scheint nun der richtige Zeitpunkt zum Aufhören zu sein: „Mir geht es wirklich gut. Das wäre vermutlich nicht so gewesen, wenn ich den vorletzten Film gedreht hätte, und das wäre es dann gewesen. Aber nach diesem hier denke ich: ‚Auf geht’s, lasst uns weitermachen'“, erklärte er.

Am längsten dabei

Der 52-Jährige, der 2005 als James Bond vorgestellt wurde und den Agenten erstmals im Film ‚Casino Royale‘ (2006) spielte, hat die begehrte Rolle seit 15 Jahren und damit am längsten von allen bisherigen Bond-Darstellern inne.

Seine prominenten Vorgänger Sean Connery und Roger Moore drehten allerdings in kürzerer Zeit mehr 007-Filme als Craig.

‚Keine Zeit zu sterben‘ sollte eigentlich im April in die Kinos kommen. Die Premiere wurde jedoch weltweit verschoben. Der Film wird in Deutschland nun erst am 12. November starten. Dazu habe man sich „nach sorgfältiger Überlegung und gründlicher Bewertung des weltweiten Kinomarktes“ entschieden, teilten die Produzenten Anfang März mit. Laut Medienberichten reagierten sie damit auf die Coronavirus-Krise.

In seiner Verkörperung wird Bonds Körper zum Faszinosum, er ist emotional, weint und spürt echte Liebe. Darum geht es Craig: „Die ganz großen Themen sind die besten. Und die ganz großen Themen sind Liebe, Tragik und Verlust. So ist das nun mal, und sie sind das, worauf ich instinktiv immer abziele. Ich glaube, wir haben diesen Punkt erreicht, und er besteht darin, dass Bond seine Liebe entdeckt. Dass er akzeptieren kann, verliebt zu sein.” (dpa/KT)