04.06.2019 19:33 Uhr

Daniel Donskoy: „Aus der Angst heraus habe ich Entscheidungen getroffen“

Foto: Markus Nass

Daniel Donskoy (29) gehört zu den aufregendsten Gesichtern in der deutschen Film-und Fernsehlandschaft. Auch musikalisch startet der hübsche Rotschopf mit dem sympathischen Lächeln durch. So hat der „Sankt Maik„-Star auch die Charts fest im Blick. Im Interview mit klatsch-tratsch.de sprach er über selbstzerstörerisches Verhalten und die tiefen der Ängste gesprochen.

Daniel Donskoy: "Aus der Angst heraus habe ich Entscheidungen getroffen"

Foto: Markus Nass

Du läufst im Video zu „Didn’t I say so“ Barfuß und in kurzen Shorts durch Berlin. Was war das für eine Erfahrung?
In dem Video geht es um einen Typen, der in eine blöde Situation geraten ist und rausgeschmissen wird. Dann alles verdrängen will und sich mit Drogen betäubt und anschließend in einem Dreier endet. Es stellt sich für mich die Frage: Wenn wir schon am Boden liegen, warum treten wir selbst nochmal nach? Das Video zeigt auch zum einen, was viele Menschen gerne mal selbst zelebrieren würden, sich aber nicht trauen. Auf der anderen Seite steht diese Frage im Raum, warum wir dazu neigen uns selbst zu zerstören, wenn es uns eh schon nicht gut geht. Ich habe mich das schon immer selbst gefragt und das haben wir in dem Video so verarbeitet.

Hast du einen Ratschlag für Menschen, die sich in so einer Situation befinden?
Ja, wendet euch immer zuerst an Freunde und Familie. Manchmal ist es so, dass man in solchen Situationen dazu neigt, den Menschen, die dir am nächsten stehen, weh zu tun. Aber genau die Stärken dir den Rücken und sind für dich da, wenn es darauf ankommt. Am Ende ist es so, dass du vieles einfach mit dir selbst klären musst, sei es in der Beziehung, im Job oder ähnlichem. Deswegen sei einfach kein Idiot zu den Menschen, die an deiner Seite stehen.

Du hast mal gesagt, dass Ängste Menschen daran hindern, die Dinge zu tun, die sie gerne machen würden. Gibt es dazu eine Anekdote?
Ja. Ich wusste schon immer ich will in die Kunst und möchte Schauspieler und Musiker werden, aber mein erstes Studium war Medienmanagement. Ich dachte immer: Du brauchst vorher eine gefestigte Ausbildung. Im Studium mussten wir eine Präsentation zu Pressefreiheit machen und ich fand das sehr dröge. Dann habe ich einen Song darüber geschrieben, meine Präsentation dazu laufen lassen und das Lied gesungen. Das kam natürlich nicht so gut an und mir wurde dann gesagt, ich solle mich doch lieber in der Kunst umsehen. Das war interessant, denn aus der Angst heraus habe ich eine Entscheidung getroffen, die für mich nicht gut war. Allerdings habe ich zum Glück dadurch gemerkt was meine Berufung ist.

Quelle: instagram.com

Aber ist es nicht manchmal sogar positiv, wenn man so einem roten Faden folgt, auch wenn es nicht der optimale Weg ist?
Ja, man weiß manchmal nicht was der rote Faden ist. Wenn wir alle wissen würden wo wir hingehen, würden wir alle am Ziel sein, aber so funktioniert die Welt überhaupt nicht. Ich weiß heute, dass ich da bin, wo ich hinwollte, weil ich früher auf mein Umfeld gehört habe und offen für Veränderungen war. Diesen jetzigen roten Faden habe ich früher nicht gesehen. Du erkennst einen solchen Faden fast immer nur retrospektiv und dann ist es meistens zu spät. Ich finde es ist ganz wichtig sich Ziele zu setzen und diese hoch anzusetzen, dann kannst du wirklich auf etwas hinarbeiten.

Quelle: instagram.com

Wenn du einen Song über deine vergangene Woche schreiben müsstest: Welche fünf Wörter würdest du auf jeden Fall darin verarbeiten?
Change, Battle, Road, Frear, Movement und im Feature mit Kelvyn Colt. Dazu ein R’n’B Sound und er könnte seinen wundervollen Rap dazugeben. Ich liebe es, wenn man verschieden Musik-Genre miteinander verbindet.

Verrate und drei Fun-Facts über dich, die noch keiner weiß.
Ich habe letztes Jahr bestimmt 14 Sonnenbrillen verloren. Das ist echt hart. Dann habe ich mal eine ziemlich hohe Rechnung von einer Car Sharing Firma bekommen, weil ich vergessen habe mich abzumelden. Ein dritter Fun Fact fällt mir gerade nicht ein. (lacht)

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