Montag, 10. September 2018 11:46 Uhr

Daniel Küblböck: Was geschah am Sonntag ab 4 Uhr?

Der ehemalige „DSDS“-Star Daniel Kaiser-Küblböck wird seit Sonntagmorgen vermisst. Noch immer suchen Rettungskräfte nach dem Sänger, der in den frühen Morgenstunden von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen sein soll.

Daniel Küblböck: Was geschah am Sonntag ab 4 Uhr?

Foto: WENN

Auf dem Riesendampfer AIDAluna haben über 2000 Passagiere Platz – das Schiff hat den Unglücksort nun verlassen und setzt die geplante Reise nach New York fort.

Nach und nach werden immer mehr Details über den einstigen Casting-Kandidaten bekannt, der in letzter Zeit in Berlin lebte und eine Schauspielschule besuchte. Der schwerwiegende Vorfall sei auch an Bord Gesprächsthema Nummer eins.

Alarm um 6 Uhr

Am Sonntagmorgen um 4 Uhr habe es die erste Durchsage an Bord durchgegeben, Passagier Daniel Küblböck möge sich dringend an der Rezeption melden. Nachdem Küblböck der Aufforderung nicht nachkam, folgte eine Stunde später die Durchsage über das Fehlen des Sängers und eine intensive Suchaktion beginnt. Auch für die anderen Passagiere sei das keine einfach Situation gewesen. Gegenüber dem „Schweizer Blick“ erzählten Gäste der Reise jetzt von der spürbaren Anspannung. Das Personal des Kreuzfahrtschiffs versuchte am Sonntag mit einem gesonderten Unterhaltungsprogramm für Ablenkung zu sorgen.

Daniel Küblböck: Was geschah am Sonntag ab 4 Uhr?

Foto: Kay Nietfeld/ Foto: Aida Cruises

„Wir wurden gegen 6.00 Uhr aufgeweckt von Durchsagen der Crew. Danach ging ein Alarm los“, erzählte ein Passagier. Drei Stunden später sei jede der über 1200 Kabinen durchsucht worden. „Seitdem erhalten wir fast stündlich eine Durchsage mit der aktuellen Lage.“

Rettungsflugzeuge und ein Schiff der kanadischen Küstenwache setzen die Suche heute fort. Obwohl versucht wird, die anderen Passagiere bei Laune zu halten, ist allen die Ernsthaftigkeit der Situation bewusst. Ein Augenzeuge sagte über den Beginn der Suchaktion: „Es wurden zwei Rettungsboote ins Wasser gelassen.“ An der vermuteten Unglücksstelle beträgt die Wassertemperatur ca. 10,5 Grad.

Daniel Küblböck: Was geschah am Sonntag ab 4 Uhr?

Foto: Aida Cruises

„Es zählt jede Minute“

Auch für erfahrene Schwimmer wären die Überlebenschancen nicht sonderlich hoch. Christian Stipeldey, Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sagt gegenüber „Bild“-Zeitung: „Beim Fall ins Wasser droht schnell Bewusstlosigkeit. Der Körper kann verkrampfen. Ein Mensch kann schnell viel Wasser schlucken oder auch einatmen. Da reicht ein halbes Glas Salzwasser in der Lunge, und er ist bewusstlos. Selbst trainierte Menschen haben bei Wassertemperaturen unter zehn Grad oftmals kaum eine halbe Stunde, um gerettet zu werden. Auch bei höheren Temperaturen zählt deshalb jede Minute.“

Daniel Küblböck: Was geschah am Sonntag ab 4 Uhr?

Foto: Aida Cruises

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