28.07.2020 20:25 Uhr

Daniela Büchner und die Gülpens: „Die Faneteria läuft besser als erwartet“

Erst vor wenigen Wochen startete die "Faneteria" von Daniela "Danni" Büchner sowie Tamara und Marco Gülpen pandemiebedingt mit reichlich Verspätung in die neue Saison. Doch die Betreiber sind zufrieden.

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Sie sind neben Daniela Büchner die Mallorca-Stars der VOX-Auswanderer-Serie „Goodbye Deutschland„: Tamara und Marco Gülpen. Viel später als gedacht starteten die sympathischen Hostalbetreiber in die Saison. In ihrem Hostal am Ballermann haben sie mit Flug- und dementsprechend Zimmerstornierungen zu kämpfen, wie in der aktuellen Folge der beliebten Serie am Montagabend bei VOX zu sehen war.

Daniela Büchner, Marco Gülpen, Tamara Gülpen

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Mehr Gäste als erwartet

Kommen dieses Jahr genug deutsche Touristen auf die Insel? Das fragen sich neben Daniela Büchner auch die die Gülpens und wir. klatsch-tratsch.de hat nachgehakt.

Die Faneteria läuft viel besser, als die Erwartungen waren“, verriet Marco dieser Seite. „Man kann es auf einen Nenner bringen: es sind halb so viele Gäste wie voriges Jahr, aber immer noch doppelt so viel, wie wir uns erhofft haben. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation haben wir gute Umsatzzahlen. Wir sind wirklich zufrieden und wenn wir den Schnitt bis zum Ende der Saison halten, dann kommen wir mit einem blauen Auge davon.“

Britische Regierung sorgt für Verwirrung

Die Lage bleibt für die Betreiber des „Hostal Playa De Palma“ in El Arenal aber immer noch verworren, so Marco weiter. Großbritannien hatte – gerade für viele Urlauber völlig überraschend – nach der Rückkehr ihrer Landsleute eine Quarantänepflicht verordnet.

„Das Problem ist, es gibt täglich die unterschiedlichsten Meldungen. Mal heißt es, die Balearen werden ausgeschlossen von der Quarantänepflicht in England, heute hieß es dann, die Balearen sind eingeschlossen. Wenn Deutschland auf den Zug aufspringt, haben wir natürlich auch eine ganz neue Situation. Das können und wollen wir auch gar nicht prognostizieren, wir müssen von Tag zu Tag planen“, erklärte Marco Gülpen weiter. „Damit müssen wir leben und das haben wir auch entsprechend vorbereitet. Wenn wir irgendwann keine Gäste mehr haben, weil niemand mehr auf die Insel kommt, dann werden wir auch zuschließen.“

Daniela Büchner, Marco Gülpen, Tamara Gülpen

Foto: TVNOW / 99pro media

Gülpens Hostal mit 50% Einbußen

Das Hotel der beiden ist momentan zur Hälfte belegt. Normalerweise ist in dieser Zeit Hochsaison und alles ausgebucht. „Hier haben wir Einbußen von 50 bis 55 Prozent. Das wäre auch besser, wenn es nicht täglich neue Horrormeldungen geben würde, was die Leute verunsichert. Neue Buchungen kommen dadurch weniger rein, weil die Leute verunsichert sind.“

Mehr noch: Marco Gülpen schätzt die Gefahr auf Mallorca als gering ein. „Absolut gering. Auf Mallorca gibt es sehr wenige Fälle und die Fälle die es gibt, haben mit dem Tourismus wenig zu tun. Die sind teilweise im Landesinneren.“

Daniela Büchner, Marco Gülpen, Tamara Gülpen

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Kollektivstrafen sind ungerecht

Und was er sich von den politisch Verantwortlichen auf der Deutschen liebsten Insel erhofft, verrät der umtriebige Gastronom und Hotelier auch: „Ich würde mir von der Politik ein etwas rationaleres Verhalten wünschen, ein bisschen differenzierter. Auf dem Festland in Spanien gibt es Gebiete, die sind wirklich stark betroffen, aber dazwischen liegt ja eine Menge Wasser. Das hat ja mit uns nichts zu tun. Das wäre ja, als wenn in Süddeutschland ein Ausbruch stattfindet und in Hamburg würde es einen Shutdown geben. So ähnlich muss man das sehen.“

Daniela Büchner, Marco Gülpen, Tamara Gülpen

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Dazu zählt er auch die Vorkommnisse in der Bierstraße und auf der Schinkenstraße (Wir berichteten). „Wie kann man denn alle Lokale schließen und eine Kollektivstrafe verhängen, ohne vorher differenziert zu haben, welche Lokale sich fehl verhalten haben und warum sich diese Lokale fehl verhalten haben. Man weiß ja gar nicht, ob das vorsätzlich, fahrlässig oder ohne Verschulden passiert ist.“

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