Darum gibt Paul McCartney keine Autogramme mehr (und Selfies hasst er auch)

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 25.10.2021, 19:50 Uhr

IMAGO / ZUMA Wire / Phil Lewis

Fans sollten Paul McCartney nicht um Autogramme bitten — aber nicht etwa, weil der legendäre Musiker nicht mit ihnen sprechen möchte.

Paul McCartney (79) ist einer der bekanntesten Musiker aller Zeiten – und mal ehrlich: Wer hätte nicht gerne ein Autogramm vom ehemaligen Beatle?

Nun, wer die Musiklegende zufällig auf der Straße trifft und um eine Unterschrift bittet, hat leider Pech – denn „Macca“ gibt aus Prinzip keine Autogramme mehr. Warum er das nicht mehr tut erklärte er kürzlich in einem Interview.

Paul zu Autogrammjägern: „Wir wissen doch beide, wer ich bin“

„Das kam mir immer ein bisschen komisch vor: ‚Hier, kann ich bitte Ihren Namen auf die Rückseite dieses Kassenbons schreiben?‘ Warum eigentlich? Wir wissen doch beide, wer ich bin“, erklärte McCartney (der gerade seinen zehnten Hochzeitstag mit Nancy Shevell feierte) gegenüber dem US-amerikanischen Magazin „Reader’s Digest“.

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Und was ist mit Selfies?

Okay, die Autogramm-Option fällt also weg. Aber was ist mit einem Selfie, wenn man Paul begegnet? Findet er auch nicht so gut. „Normalerweise gibt das dann nur ein unschönes Foto mit einem schlechten Hintergrund, auf dem ich ein bisschen unglücklich aussehe“.

Für einen kleinen Plausch ist aber er aber definitiv zu haben, wie er verrät: „Lass uns reden, lass uns Geschichten austauschen.“

Wie sieht das Pauls Kollege Ringo?

Auch Paul McCartneys Kollege bei den (laut Paul von John Lennon aufgelösten) Beatles, Schlagzeuger Ringo Starr (81), mag Autogramme nicht wirklich. 2008 erklärte er in einem etwas wirren Video auf seiner Website, man solle ihm keine Autogrammwünsche mehr schicken. „Ich warne euch mit Frieden und Liebe. Ich habe zu viel zu tun, also keine Fanpost mehr! Und keine zu signierenden Gegenstände. Nichts! Wie auch immer, Frieden und Liebe, Frieden und Liebe“, so Starr damals laut dem US-amerikanischen Musikmagazin „Rolling Stone“.

Von Radiolegende Howard Stern (67) auf dieses Video angesprochen, erklärte Starr, dass er zu jener Zeit von Autogrammjägern frustiert war, die seine Autogramme teuer verhökern. „Das war einfach ein wütender Moment. Ich habe in New York Schlagbretter von Gitarren signiert und jemand hatte eines auf eine Scheißgitarre geschraubt, die für drei Riesen auf Ebay verkauft wurde. Und ich sagte: ‚Nein.‘ Ich unterschreibe jetzt nur noch für wohltätige Zwecke und zwar hauptsächlich für meine Wohltätigkeit und die meiner Frau Barbara [Bach].“ (Redaktion KuT)