Darum hält Tom Schilling seine Kohle zusammen

Darum hält Tom Schilling seine Kohle zusammen
Darum hält Tom Schilling seine Kohle zusammen

© IMAGO / Future Image

02.08.2021 20:45 Uhr

Tom Schilling stand schon als Kind vor der Kamera und verdiente sein eigenes Geld. Sparsam ist er bis heute.

Das sei zwar nicht viel gewesen, erklärt der Berliner Schauspieler im Interview mit dem Nachrichtenportal „t-online“, aber ihm sei schon immer wichtig gewesen, was er da vor der Kamera verkörpere. „Ich wusste, dass ich als Schauspieler verbrennen würde, wenn ich schlechte Filme machen müsste.“ Also habe er niemals in die Situation kommen wollen, in Werken mitzuspielen, die ihm nicht gefallen.

Sparsamkeit garantiert Unabhängigkeit

„Ich habe immer so sparsam gehaushaltet, dass ich wusste, dass ich damit eine sehr lange Zeit auskommen würde“, gibt der 39-Jährige zu. „Ich habe nie dem Impuls nachgegeben, mein Geld auszugeben.“ Als Schauspieler müsse man immer planen, da man möglicherweise eine längere Zeit keine Arbeit hat. Dazu sagte der 39-jährige, bekennende Sakko-Träger: „Du musst an die Zukunft denken. Die Pandemie, in der ich gar nicht gedreht habe, war für mich deswegen auch gar nicht so ungewöhnlich.“

Durch seine Sparsamkeit garantiere er sich Unabhängigkeit. „Ich lege immer sehr viel Geld zurück. Ich gehe sparsam und konservativ mit meinem Haushaltsbüchlein um“, so Schilling. „Ich würde eher andere Jobs machen und damit Geld verdienen, als etwas zu drehen, für das ich mich schämen würde.“

Tom Schilling mit neuem Film

Tom Schilling ist ab dem 5. August in der Romanverfilmung „Fabian oder der Gang vor die Hunde“ zu sehen. (Hier geht’s zu unserer Filmkritik.) An der Geschichte von Erich Kästner habe ihn am meisten die „Sehnsucht nach dem Ankommen“ und dem „zu zweit glücklich sein“ fasziniert. Ihn selbst mache neben seiner Arbeit auch glücklich, „wenn ich ganz im Moment bin und inneren Frieden habe“.

Darum geht’s in „Fabian oder der Gang vor die Hunde“

Berlin, 1931. Jakob Fabian (Tom Schilling) arbeitet tagsu?ber in der Werbeabteilung einer Zigarettenfabrik und driftet nachts mit seinem wohlhabenden Freund Labude (Albrecht Schuch) durch Kneipen, Bordelle und Ku?nstlerateliers. Als Fabian die selbstbewusste Cornelia (Saskia Rosendahl) kennenlernt, gelingt es ihm fu?r einen kurzen Moment seine pessimistische Grundhaltung abzulegen. Er verliebt sich. Doch dann fällt auch er der großen Entlassungswelle zum Opfer, während Cornelia bei ihrem Chef und Verehrer Karriere als Schauspielerin macht – ein Arrangement, mit dem sich Fabian nur schwer abfinden kann. Aber nicht nur seine Welt gerät aus den Fugen.