Mittwoch, 13. Januar 2010 23:24 Uhr

Darum soll Dieter Bohlen auf „Wiesenhof“ scheißen

In der zweiten Folge von DSDS am vergangenen Samstag hatte Dieter Bohlen überraschend wenig zu meckern, sein „Scheiße-Sparschwein“ blieb hungrig. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. macht Bohlen jetzt in einem Brief darauf aufmerksam, dass er aber allen Grund zum Meckern hätte – nämlich über seinen Werbevertrag mit „Wiesenhof“, dem deutschen Marktführer für Geflügelprodukte. Erst gestern hat PETA Strafanzeige gegen „Wiesenhof“ erstattet. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, Verstöße gegen die Tierschutz-Schlacht- und Transportverordnung, gegen Seuchen- und Hygieneverordnungen sowie gegen Umweltschutzgesetze und weitere Gesetzlichkeiten.

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In einer brandneuen Undercover-Reportage auf www.petatv.de entlarvt die Tierrechtsorganisation die alltägliche Tierquälerei hinter den Kulissen von „Wiesenhof“. Am Montag waren Teile des Films bei „Report Mainz“ in der ARD zu sehen. Dabei wurde auch Bohlens „Wiesenhof-Bruzzler“-Werbespot kurz eingeblendet.

„Wiesenhof produziert unter grausamsten Bedingungen für die Tiere“, erklärt Ernährungsexperte Lars Hollerbach von PETA Deutschland e.V. „Wir bitten Herrn Bohlen, seinen Werbevertrag mit Wiesenhof sofort zu kündigen und sich prinzipiell von einem derart tierschutzwidrigen Verhalten zu distanzieren.“ Kostenlose „Veggie Starter Kits“ erhalten Sie auf www.goveggie.de

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Die Fotos entstanden auf einer Wiesenhof-Farm in Twistringen, Kreis Diepholz. Die Tiere leben dort in einer doppelstöckigen Hühnerfarm. Es gibt acht Stallbereiche. Die Farm ist für etwa 26.800 Tiere ausgelegt. Zehn Monate verbringen die Hühner, sog. Mastelterntiere, in den stickigen, fensterlosen Ställen. Die Luft ist unerträglich. Was Wiesenhof als „Einstreu“ bezeichnet ist bereits nach wenigen Wochen kaum noch mehr als alter, getrockneter Hühnerkot, der während der gesamten Legephase nicht aus den Hallen geräumt wird. Viele Hühner sterben vorzeitig. Zudem sind die Tiere dieser Herde mit Mykoplasmose-Erregern infiziert. Des weiteren leiden sie an E.coli-Bakterien, obwohl sie dagegen geimpft wurden. Das vermehrte Auftreten von Legedarm- und Bauchfellentzündungen sorgt für etliche Todesopfer. Mindestens von Januar bis Juni sind die Hühner in einigen Ställen von der Roten Vogelmilbe befallen. Maßnahmen gegen die Parasiten werden Mitte des Jahres eingeleitet.

 

Quelle undd Fotos: PETA

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