Darum will Olivia Wilde keine A****löcher am Set

Darum will Olivia Wilde keine A****löcher am Set

IMAGO / Picturelux

05.02.2021 20:45 Uhr

Olivia Wilde sieht sich als Regisseurin in einer besonderen Verantwortung. Sie will sicherstellen, dass sich an ihrem Set keiner daneben benimmt.

Shia LaBoeuf (34) hat es bereits am eigenen Leib erfahren. Er soll sich am Set von „Don’t Worry Darling“ dermaßen daneben benommen haben, dass Olivia Wilde (36) ihn kurzerhand feuerte und seine Rolle an Harry Styles (26) gab.

Im „Directors on Directors“-Gespräch mit der „Promising Young Woman“-Filmemacherin Emerald Fennell (35) für das Magazin „Variety“ erklärte sie, warum sie an ihren Sets für gute Umgangsformen miteinander einsetzt oder wie sie es nennt eine „keine A****löcher“-Politik führt.

Schlechte Erfahrungen am Set

Diese ist ihr besonders wichtig aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen bei Dreharbeiten. Sie erzählt:

„Jemand, der ein sehr angesehener Schauspieler und Regisseur in dieser Branche ist, gab mir einen wirklich schrecklichen Rat, der allerdings sehr hilfreich war, weil ich einfach wusste, dass ich genau das Gegenteil davon tun muss. Er sagte: ‚Hör zu, um am Set Respekt zu bekommen, musst du drei Streits am Tag haben. Drei große Dispute, die deine Machtposition unterstreichen und jeden daran erinnern, wer hier das Sagen hat, wer das Raubtier am Set ist.‘ Das ist das Gegenteil von dem, was ich mache. Und ich will nichts davon.“

„Keine A****löcher“-Politik

Machtspielchen solcher Art hält Olivia Wilde für überholt und schädlich. Sie fährt fort:

„Ich denke, die Einstellung ist die unglückliche Folge des Paradigmas, das in den letzten 100 Jahren entstanden ist, die Idee, dass große Kunst von einem Ort des Unbehagens und der Angst kommen muss.“

Olivia Wilde sieht mit immer mehr Regisseurinnen in Hollywood eine Chance für einen Wechsel. Sie meint:

„Ich glaube, es ist ein typisch weiblicher Instinkt zu sagen: ‚Seht her, wir können fürsorglich sein. Und wir können Multitasking.‘ Das bedeutet nicht, dass sich jemand unwohl fühlen muss. Und es bedeutet auch nicht, dass ich Sie ständig an meine Position erinnern muss, denn ich glaube nicht, dass irgendjemand am Set jemals vergessen hat, wer das Sagen hat.“

Mehr Gleichberechtigung

Mit ihrer „keine A****löcher“-Politik will sie dafür sorgen, dass die Menschen am Set als ein ganzes Team arbeiten. Denn so erklärt sie weiter:

„Ich habe auch als Schauspielerin jahrelang bemerkt, wie die Hierarchie am Set die Schauspieler von der Crew auf diese sehr seltsame Art und Weise trennte, die niemandem dient. … Ich denke, viele Schauspieler würden eigentlich gerne mehr darüber wissen, was dort passiert, wenn du die Kamera auf mich einstellst. Wenn die Linse gewechselt wird. Aber die Idee, die Schauspieler nicht zu stören und sie getrennt zu halten und sie nicht anzuschauen. Ich glaube, das macht alle ziemlich unruhig.“

Verliebt am Set

Mit ihrer bestimmten Art für mehr Miteinander am Set faszinierte Olivia Wilde wahrscheinlich auch Harry Styles. Der außergewöhnliche Musiker und die Schauspielerin verliebten sich an eben jedem Set von „Don’t Worry Darling“.

Ein Insider soll der “Us Weekly“ gesteckt haben: „Harry mag es, dass Olivia so engagiert, selbstbewusst und klug ist. Ihre Intelligenz und ihre unabhängige Art waren die ersten Dinge, die ihn zu ihr hingezogen haben.“

Auch wir sind begeistert von der Freundlichkeits-Politik mit dem unfreundlichen Namen.