01.12.2020 22:45 Uhr

„Das Geheimnis des Totenwaldes“: Das passiert in der Krimiserie

Mit der Mini–Serie "Das Geheimnis des Totenwaldes" strahlt ARD ein Verbrechen aus, das tatsächlich stattgefunden hat. Doch worum geht es in dem Event–Dreiteiler und welche tragische Geschichte steckt dahinter?

© NDR/ConradFilm, Bavaria Fiction/Christiane Pausch

Drei Mordfälle, die Geschichte geschrieben haben: In einem weitläufigen Waldgebiet in Niedersachsen werden 1989 innerhalb kürzester Zeit vier Leichen entdeckt. Der Täter? Fast drei Jahrzehnte unauffindbar. Eine tragische Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Unter dem Titel „Das Geheimnis des Totenwaldes“ hat  ARD die schrecklichen Verbrechen in einem Event–Dreiteiler verfilmt.

"Das Geheimnis des Totenwaldes": Das passiert in der Krimiserie

© NDR/ConradFilm, Bavaria Fiction/Christiane Pausch

Darum geht es in der Mini–Serie

Sommer 1989: Barbara, die Schwester des Hamburger LKA–Chefs Thomas Bethge verschwindet spurlos aus ihrem Haus in Niedersachsen, in dessen Nähe furchtbare Doppelmorde gesehen sind. Die Polizei vor Ort scheint überfordert zu sein. Thomas Bethge kann das nicht hinnehmen: Er will seine Schwester finden.

Als Hamburger Polizist darf er jedoch nicht in Niedersachsen ermitteln. Unbeirrt und fast drei Jahrzehnte lang recherchiert er dennoch gegen große Widerstände in dem rätselhaften Kriminalfall, ehe er, bereits pensioniert, einem mysteriösen Serienmörder auf die Spur kommt.

"Das Geheimnis des Totenwaldes": Das passiert in der Krimiserie

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Keine klassische Mordgeschichte

„Das Geheimnis des Totenwaldes“ ist keine klassische Geschichte über einen Mord und die Suche nach dessen Täter. Viel mehr geht es um die, die nach solch einem schrecklichen Verbrechen weiterleben: Die Hinterbliebenen. Wie geht man mit dem Schmerz um, der Hilflosigkeit und der quälenden, jahrelangen Ungewissheit? Um dem gerecht zu werden, wird die Handlung, im Gegensatz zu den meisten TV–Krimis, aus der Opferperspektive erzählt. Bruder, Ehemann, Tochter, Mutter – sie alle leiden unter den Geschehnissen und haben mit ganz unterschiedlichen Folgen zu kämpfen.

Nach wahren Begebenheiten

Vorlage für diese Geschichte ist ein Verbrechen, das tatsächlich stattgefunden hat: Die sogenannten „Göhrde–Morde“. Am 12. Juli 1989 wurde das Ehepaar Reinhold in dem Waldgebiet Göhrde in Niedersachsen tot aufgefunden. Nur zwei Wochen später wurden die Leichen eines weiteren Paares entdeckt. Die Ermittlungsarbeiten sind komplex und führen zu keinem Ergebnis. Bis man schließlich 28 Jahre später das Verschwinden von Birgit Meier, in der Mini–Serie „Barbara Neder“, mit der Tat in Verbindung bringt.

Zu den Stars des Films gehören Matthias Brandt als Chef des Landeskriminalamts, Karoline Schuch als „Neue” im Polizeirevier Weesenburg, August Wittgenstein als Kommissar. Silke Bodenbender spielt Barbara Neder, die spurlos verschwindet. Hanno Koffler brilliert als Friedhofsgärtner Jürgen Becker.

"Das Geheimnis des Totenwaldes": Das passiert in der Krimiserie

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Galerie

Inhalt zu Teil 1 am 2. Dezember

Im niedersächsischen Iseforst nahe der Kleinstadt Weesenburg werden im Sommer 1989 kurz nacheinander zwei Liebespaare tot im Wald aufgefunden. Der zweite Doppelmord geschieht dabei unbemerkt quasi vor den Augen der Polizei. Die brutalen Morde versetzen die Region in Angst und Schrecken. Zur selben Zeit wird in Hamburg Thomas Bethge zum neuen LKA-Chef ernannt. Es ist ein weiterer Sprung auf der Karriereleiter für den herausragenden und gewissenhaften Polizisten.

Bethge plagen aber seit einiger Zeit große private Sorgen: Seine Schwester Barbara, die in Weesenburg lebt, scheint die Trennung von ihrem Ehemann, dem erfolgreichen Unternehmer Robert Neder, nicht zu verkraften und sucht Trost im Alkohol. Ihre Familie versucht, die labile junge Frau nach Kräften zu unterstützen.

"Das Geheimnis des Totenwaldes": Das passiert in der Krimiserie

© NDR/ConradFilm, Bavaria Fiction/Christiane Pausch

Zum Ermittlerteam bei den Weesenburger Doppelmorden gehört auch die neue Kommissarin Anne Bach. Doch die junge Frau wird von ihren Kollegen zunächst nicht ernstgenommen und sehr herablassend behandelt, obwohl sie die Ermittlungen nach einem möglichen Täter mit klugen Beobachtungen voranbringt. Sie vermutet, dass es einen Mittäter gegeben haben muss.

Hauptverdächtiger ist Hans Lingner, ein Bildhauer, der mit seiner Familie in einem Haus im Iseforst lebt und seine Frau bedroht haben soll.

Dann verschwindet Barbara Neder nach einem Treffen mit ihrem Mann Robert spurlos über Nacht aus ihrem Haus. Barbara hatte zuletzt wieder Kontrolle über ihr Leben gewonnen und gemeinsame Pläne für die Zukunft zusammen mit ihrer Tochter Theresa geschmiedet. Thomas Bethge verlangt, dass die Weesenburger Polizei Barbaras Wohnung als Tatort behandelt. Für ihn wirft das mysteriöse Verschwinden seiner Schwester viele Fragen auf: Gibt es zwischen den Doppelmorden im Iseforst und dem Verschwinden seiner Schwester einen Zusammenhang? Welche Rolle spielt der mit einer ehemaligen Schönheitskönigin verheiratete Friedhofsgärtner Jürgen Becker, den Barbara Neder wenige Tage zuvor auf einer Party kennengelernt hat?

"Das Geheimnis des Totenwaldes": Das passiert in der Krimiserie

© NDR/ConradFilm, Bavaria Fiction/Christiane Pausch

Bethge verspricht seiner verzweifelten Mutter, seine spurlos verschwundene Schwester zu finden. Doch die Polizei in Weesenburg wehrt sich gegen seine vermeintlichen Einmischungsversuche und verweist den Hamburger Polizisten auf seine nicht gegebene Zuständigkeit. Stattdessen vermuten die niedersächsischen Polizisten zunächst einen Racheakt an dem hohen Hamburger Polizisten und verdächtigen schließlich seinen Schwager. Sie vermuten, dass die eifersüchtige Barbara versucht hat, ihren Mann zu erpressen. Doch es gibt Meldungen von weiteren Frauen, die verschwunden sind. Wurde Barbara Neder Opfer eines Serientäters?

Teil 2 und 3 laufen am 5. und 9. Dezember um 20:15 Uhr und sind bereits jetzt in der ARD–Mediathek abrufbar. (AB)