Freitag, 20. Januar 2012 23:59 Uhr

„Das gemeine Faultier verläßt nach sieben Tagen das Camp“

Köln. Martin Kesici hat sich zur Halbzeit aus dem Dschungelcamp verabschiedet und auch von der Hälfte seiner Gage, lästerten Dirk Bach und Sonja Zietlow gleich zur Beginn der heutigen Sendung von ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘

Der 38-Jährige sagte dann nach dem Frühstück: „Ich hab genug. Ich muß raus! Ich bin viel zu freiheitsliebend“. Doch keiner der Campbewohner nahm ihn zunächst ernst. Und Martin rief „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“

Daniel Lopes: „Ey, willst du mich verarschen, Alter?“ Martin: „Das ist keine Verarschung! Ehrlich: Ich muss raus hier.“ Micaela: „Ich glaube das nicht mehr… das haben doch schon zwei Leute gesagt.“ Brigitte: „Ist das Spaß, oder richtig?“ Daniel unglaubwürdig: „Hast du das jetzt gemacht?“ Martin: „Ja!“

Martin erklärte der Gruppe: „Ick kann nicht eingesperrt sein. Ick kriege die Krise. Ick bin wie ein Tiger im Käfig. Das ist ganz schlimm für mich.“

Am Dschungelcamp-Telefon erklärte Kesici, der sich nicht durch sonderliche Aktivitäten auszeichnete, dass er sich seit zwei, drei Tagen mit dem Gedanken trage, rauszugehen. Er käme mit dem Eingesperrtsein nicht klar: „Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch.“

Daniel Lopes ist dann am Heulen und Kesici spendet noch kurz Trost. Und dann verläßt er das Camp.

Kommentar Dirk Bach: „Das gemeine Faultier verläßt nach sieben Tagen das Camp, um auszuscheiden.“

Die ‚Bild‘-Zeitung vermutet einen anderen Hintergrund beim Auszug. Das Blatt schreibt: „Der Sänger, der von Anfang an keinen Bock auf das Camp hatte, wartete exakt bis zum Ende der Donnerstagnacht Live-Übertragung. Danach stieg er sofort aus. Denn da hatte er die nächste Rate seines Honorars in der Tasche. RTL staffelt nämlich die Gage, die bei Kesici etwa 30.000 Euro beträgt. Wer durchhält, bis die ersten Kandidaten rausgewählt werden (Freitag-Show) – der kriegt bei freiwilligem Ausstieg drei Viertel des Geldes statt nur 50 Prozent.“

Somit soll Kesici jetzt angeblich 23.000 Euro kassieren.

Zuvor passierte das am Abend vor seinem freiwilligen Auszug: Am Lagerfeuer reden die Kandidaten über Schlagzeilen und das, was schon alles über sie in den Zeitungen stand. Martin hat da eine Menge zu erzählen und meint: „Verhaftet, Martin Drogendealer, bla, bla, bla…. Alles schon gehabt, ich bin vorbestraft deswegen.“

Und der Rocksänger und Radiomoderator wird redselig und fängt an zu erzählen: „Das SEK hat mich vor einem halben Jahr in Berlin aufgegriffen. Ich hatte mit einem Kumpel telefoniert und gesagt: ‘Ich komm jetzt mit sechs Stück vorbei. ‘ Und dessen Telefon wurde abgehört. Dieser Freund hatte mich zwei Tage vorher gefragt, ob ich ihm amerikanisches Aspirin mitbringen kann. Dann fahr ich so, und vor mir hält ein Auto. Da steigen drei Maskierte aus, dahinter noch zwei andere mit Knarre. Ich hab mir gedacht: Jetzt hat jemand hier Geburtstag, das guck ich mir mal an. Auf einmal kommen die Gestalten auf mein Auto zu und brüllen: ‚Aussteigen.’ “

„Dann haben sie mich an den Haaren rausgezogen, mitten im Berufsverkehr. Ich falle auf den Bordstein, fünf Mann auf mich rauf. Augenbinde und weg. Der SEK-Mann sagte zu mir: ‘Sie stehen im Verdacht, eine nicht unerhebliche Menge Betäubungsmittel mitzubewegen`. Ich daraufhin: ‘Wollen sie mich verarschen, ich hab nächste Woche einen Gig in Israel, da werd ich doch jetzt nicht so ‚ne Scheiße machen`. Die Polizei darauf: `Ja, sie können jetzt mitkommen, wir müssen eine Leibesvisitation machen, die Wohnung wird durchsucht, das Auto`. Da mein ich: ‘Wollt ihr mir nicht gleich in den Arsch gucken? ‘ Da hab ich mich im Bus gleich ausgezogen und ich meine: ‘Und, wo sind die Drogen? ‘ Dann pack ich so die sechs Tabletten aus und er so: ‘Sind das die Sechs von denen sie geredet haben?‘ Ich darauf: ‘Ja.‘ Deswegen habt ihr die ganze Aktion gemacht? Wegen sechs Tabletten`. Die haben gedacht, dass ich sechs Kilo Kokain oder Marihuana bei mir hab.“

Nach dieser Geschichte ist Martin noch lange nicht fertig: Der Berliner packt über seine Vergangenheit aus: „Vor 15 Jahren haben sie mich mal mit Kokain erwischt. Ich hatte gerade groß eingekauft und auch selber viel genommen, so mit 24 Jahre. Damals sind sie auch bei mir eingeritten. Zwei Jahre auf Bewährung habe ich damals gekriegt.“

Fotos: RTL/Stefan Menne

Alle Infos zu „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im Special bei RTL.de

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