04.12.2020 22:40 Uhr

Das Netz lacht über Rudy Giulianis lallende Zeugin

Rudy Giulianis Zeugin sollte endlich beweisen, dass bei den Wahlen 2020 gemogelt wurde, wirkte aber vielmehr wie eine besoffene Trump-Anhängerin.

imago images / UPI Photo

Bei Donald Trump (74) und seinen Verbündeten geht es immer noch ein bisschen peinlicher. Die User in den sozialen Medien dachten, dass Rudy Giulianis (76) Haar-Fauxpas bereits zum Totlachen war, aber jetzt kam es noch besser.

Anwalt und Trumps engster Verbündeter Giuliani sprach diese Woche vor dem für Wahlrecht zuständigen Michigan House Oversight Committee, um zu „beweisen“, dass bei den US-Präsidentschaftswahlen tatsächlich betrogen wurde.

Als vermeintliches Ass im Ärmel ließ der ehemaliger New Yorker Bürgermeister eine „Kronzeugin“ vorsprechen. Dumm für Trump, dass diese Starzeugin alles andere als nüchtern zu dem Termin erschien.

Besoffene Kronzeugin

Die User im Netz lieben diese Frau jetzt schon: Melissa Carone, die besoffenen Kronzeugin. Rudy Giuliani hatte sie im Vorfeld als die Wahl-Insiderin angeführt, die bezeugen könne, dass bei den Wahlen betrogen wurde, denn Carone arbeitet für die Wahlcomputer-Firma “Dominon Voting Systems”. 

Die Aussage der Amerikanerin überzeugte allerdings überhaupt nicht. Scheinbar betrunken und streitlustig wie ein Gockel pöbelte sie die anwesenden Abgeordneten bei der Anhörung an. Laut ihrer wütenden Aussage war es bei den Wahlen 2020 zum “totalem Betrug” gekommen. Stimmen für Biden wären mehrfach gezählt worden, illegale Einwanderer hätten gewählt und zudem hätten Menschen für in Wirklichkeit Tote die Stimme abgegeben. Beweise könnte sie allerdings keine vorlegen.

Lustige Reaktionen auf Twitter

Mit dieser Steilvorlage drehten die User auf Twitter natürlich voll auf. Innerhalb von wenigen Stunden luden etliche zum Beispiel lustige Lip-Sink-Videos von sich als Melissa Carone hoch.

Hier sind die besten Clips und Twitter-Reaktionen.

Keinerlei Beweise für Wahlbetrug

Genauso wenig wie Melissa Carone Beweise für ihre schweren Anschuldigungen vorlegen kann, gelingt es Donald Trump handfeste Fakten für den angeblich massiven Wahlbetrug zu finden.

Der amtierende Präsident scheint auf Teufel komm raus im Weißen Haus bleiben zu wollen. Dabei muss sich Donald Trump keinerlei Sorgen um seine Zukunft machen. TV-Sender und Verlagshäuser reißen sich offenbar darum, Trumps Sicht auf die letzten vier Jahre veröffentlichen zu dürfen und bieten ihm Millionengagen für eine Zusammenarbeit an.