Montag, 1. Februar 2010 14:46 Uhr

Das sind die Highlights der 60. Berlinale ab 12. Februar

Am 12. Februar startet die 60. Berliner Filmfestspiele. Berlinale Festivaldirektor Kosslick gab heute morgen bei einer Pressekonferenz einen Ausblick auf das, was uns erwartet, wenn die Metropole Berlin wieder die Aufmerksamkeit auf sich zieht. „Natürlich sehen wir bei unserem 60. Geburtstag nicht nur in die Vergangenheit, sondern wir beobachten und feiern im Wettbewerb die Gegenwart. (…) Eines der größten Phänomene der Berlinale ist seiher ihr Publikum. Es ist das beste Publikum, das man sich wünschen kann. Es liebt und diskutiert Filme und reist mit uns im Kino nach 60 Jahren in weiteren 10 Tagen um die Welt. Bestürmen Sie uns wieder, erobern Sie die Kinosäle. Dann wird es eine großartige Berlinale: Die Geburtstagstorte aus nahezu 400 Filmen ist gebacken. Zünden wir die 60 Kerzen an.“

Dieses Jahr wird auch dem Kino eine Hommage erwiesen mit ‚Berlinale Goes Kiez‘: Das Festival bringt den Roten Teppich in die Programmkinos der Berliner Kieze. An einem Abend werden zwei Filme des Festivals gezeigt, das Filmteam ist zu Gast , Gespräche mit den Zuschauern finden statt. So erhält das Publikum einmalig die Gelegenheit im Kiez vor der eigenen Haustür Festivalatmosphäre zu schnuppern.

Am 12. Februar heißt es Vorhang auf am Brandenburger Tor zur Live-Übertragung der restaurierten Originalfassung von „Metropolis“, die aus dem Friedrichstadtpalast übertragen wird. Diese Welturaufführung vor historischer Kulisse gilt als filmhistorisches Ereignis für Jedermann und gratis.
Die Aufführung wird vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter dem Dirigat von Frank Strobel begleitet.
Der symbolische Kinovorhang von 300qm Größe besteht aus recycelten Materialien und wird derzeit in Berlin-Marzahn angefertigt. Entworfen wurde der Vorhang von der international renommierten Künstlerin Christina Kim.

Die Eröffnungsfeier diese Jahr im neu restaurierten Café Moskau in der Berliner Karl-Marx-Allee stattfinden.

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Soviel sei schon mal gesagt: Im Wettbewerbsprogramm werden 26 Filme gezeigt, 20 davon konkurrieren um den Goldenen und Silbernen Bären. Es gibt 17 Weltpremieren, 18 Länder sind vertreten. Das Berlinale Special zeigt außergewöhnliche Neuproduktionen, die von den eingeladenen Filmemachern persönlich vorgestellt werden. Hierbei sei schon mal verwiesen auf ‚Boxhagener Platz‘ von Matti Geschonneck und ‚Die Friseuse‘ von Doris Dörrie.
Am Ende des Wettbewerbs werden die sieben Mitglieder der Jury im Berlinale Palast die Preise verleihen.

Besondere Ehrung wird am 18. Februar Hanna Schygulla und am 17. Februar Wolfgang Kohlhaase im Kino International für ihr Lebenswerk zuteil.

Zehn spannende Tage in Berlin stehen also bevor. Der Junge Film präsentiert hauptsächlich Dokumentarfilme, der European Film Market setzt auf 3D, die Retrospektive PLAY IT AGAIN …! bringt Entdeckungen der Vergangenheit auf die Leinwände, das Kulinarische Kino – In the Food of Love feiert am 19. Februar den 80. Geburtstag von Günter Lamprecht mit „Das Brot des Bäckers“ bei dem die besten und größten Berliner Brötchen nach der Vorführung serviert werden. Dieter Kosslick hat versprochen: „Bei dieser Berlinale werden die Kerzen nicht größer als die Torte sein“. Freuen wir uns drauf.

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Fotos: Berlinale 2010, Amelie Losier, Ali Ghsamndtschi

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