20.10.2020 19:00 Uhr

„Das Sommerhaus“: Warum Michaela und Martin das Zeug zum Sieg haben

Noch fünf Paare sind beim „Sommerhaus der Stars“ aktuell im Rennen um die 50.000 Preisgeld. Aber welches Promi-Duo hat wirklich das Zeug, sich am Ende gegen die anderen Mitbewohner durchzusetzen?

Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Sie sind die ältesten Bewohner im „Sommerhaus der Stars“ – und vielleicht auch die lässigsten: Michaela (54) und Martin (63) – aka „die Pharos“. Das braungebrannte Auswanderer-Paar aus Gran Canaria überzeugt seit Tag eins in der westfälischen Promi-WG mit allgegenwärtiger Lockerheit in Alt-Hippie-Manier: Leben und leben lassen. Anders als die vollkommen durchleuchteten Mitbewohner und Jesus-Freaks Diana und Michi, verlieren die Pharos nie die Bodenhaftung.

Sozialkompetenz: Die Pharos sind absolut WG-tauglich

Daher sind Michaela und Martin auch bei allen Bewohnern gerne gesehen. Ohne dass die beiden ihren Altersvorsprung nervig besserwisserisch ausnutzen würden. Das heißt: Keine aufgesetzt-fürsorgliche Mama-und-Papa-Ersatz-Show. Stattdessen sorgen die Pharos mit imposanten Hypnose-Künsten für gern gesehen Showeinlagen abseits vom Alltagsmief. Auch in Sachen Ausdruck, Tischmanieren, Etikette und Cholerik sind die beiden Auswanderer Balsam für die geschundenen Zuschauer- und Mitbewohner-Seelen.

„Das Sommerhaus“: Warum Michaela und Martin das Zeug zum Sieg haben

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Ehrgeiz: Martin will, Michaela nicht immer…

Die Pharos schlagen sich also wacker, was den Sommerhaus-Alltag angeht. Nur bei den Spielen können sie bislang nicht so wirklich überzeugen. Lediglich ein einziges Mal hat es das Auswanderer-Paar geschafft, sich den Sieg zu sichern. Natürlich in einem Vertrauensspiel. Ansonsten fallen die Pharos eher dadurch auf, dass sie die Spiele öfter nur mit gefühlt halber Kraft angehen – und sich selbst ziemlich schnell davon überzeugen, dass sie aufgeben wollen. Dieses Signal kommt allerdings meist von Michaela. Aber irgendwie wirkt das oft eher erwachsen als wenig ehrgeizig. Martin und Michaela kennen einfach ihre Grenzen. Und richten sich nach denen.

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Authentizität: Die Pharos sind die Pharos

Die Pharos sind zu alt, um Fake zu sein. Das Gefühl strahlen sie jedenfalls aus. Sie wirken sehr bei sich, ohne dabei langweilig zu sein. Martin und Michaela sind seit acht Jahren ein Paar, kennen sich aber schon seit 38 Jahren. Martin fand Michaela schon immer toll – bei Michaela hat es erst bei einem Wiedersehen nach Jahren gefunkt. Und irgendwie merkt man auch das: Die beiden lieben sich sehr, haben einen sehr vertrauten Umgang miteinander, gehen aber lange nicht so abgebrüht unromantisch miteinander um, wie etwa Krawalltüte Andreas mit Caro Robens.

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Boshaftigkeit: Für Martin und Michaela ein Fremdwort

Während wir Zeuge davon werden, dass so gut wie alle Sommerhaus-Bewohner irgendwann die hässliche Fratze der Gehässigkeit aus dem Handgepäck holen, scheint für die Pharos Boshaftigkeit ein Fremdwort zu sein. Wenn überhaupt, dann reichen Martin und Michaela ab und zu zynische Bemerkungen in die eine oder andere Richtung. Meistens natürlich in Richtung Eva. Denn bei aller Altersmilde, Lässigkeit und inneren Mitte: Ein Hass-Objekt haben auch die Pharos. Und das ist die angebliche Super-Giftspritze Eva Benetatou.

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Strategie: Am Ende geht’s ums Geld im Sommerhaus…

Den Pharos fehlt es nicht nur an Boshaftigkeit, sondern auch an Strategie. Leider oder zum Glück? Das wird sich zeigen. Denn irgendwie hat man nicht das Gefühl, dass es den beiden Alt-Hippies nur ums Geld geht. Jedenfalls nicht um jeden Preis. Und wenn sie schon keine Strategie für den Sieg im Sommerhaus haben, dann wenigstens fürs Leben. Und ganz ehrlich: Sie werden am Ende zu den ganz wenigen Bewohnern gehören, die aus dem „Sommerhaus“ ohne großen Imageschaden ausziehen werden.

Unsere Wertung für Michaela und Martin

Sozialkompetenz:  8 von 10 Punkten
Ehrgeiz:  4 von 10 Punkten
Authentizität: 8 von 10 Punkten
Boshaftigkeit: 0 von 10 Punkten
Strategie: 0 vom 10 Punkten