David Beckhams Inter Miami beendet Debüt-Saison nach einigen Rückschlägen

imago images / ZUMA Wire

07.12.2020 11:25 Uhr

Als bekannt wurde, dass der ehemalige Fußballsuperstar David Beckham in Miami ein Major League Soccer Team gründen wird, waren die Erwartungen sehr hoch.

Viele dachten, dass das neue Team die MLS aufmischen wird. Es wurde über die Verpflichtung großer Stars spekuliert und viele sahen Miami in seiner Debüt-Saison in den Playoffs. Die hohen Erwartungen, die wohl auch durch den klangvollen Namen Beckhams aufkamen, konnte das Team nicht erfüllen.

Es lief eher Mau

Das neu gegründete Team aus Florida schaffte es nach einer sehr durchwachsenen Saison auf Platz 10 der Eastern Conference und konnte sich somit für die Play-Ins für die Playoffs qualifizieren. Nach einem sang und klanglosen 3:0 gegen Nashville ist die Saison von Miami aber nun beendet.
Zwar ist Platz 10 in der Eastern Conference in der ersten Saison des neugegründeten Vereins nicht schlecht, doch hatten sich Spieler, Verantwortliche und Fans deutlich mehr erhofft.

Da in der Transferperiode über Namen wie Götze oder Suarez als potenzielle Neuzugänge in Miami spekuliert wurde, war die Hoffnung groß, dass sich in Miami ein Team formiere, welches nicht nur um die vorderen Ränge in der MLS kämpfen kann, sondern auch dem amerikanischen Fußball Glamour und Strahlkraft bringe. Da kein großer Name verpflichtet werden konnte und diverse Stolpersteine die Saison von Inter durchzogen, wurden die Vorstellungen nicht erfüllt.

Das sind die Gründe

Die Gründe für die eher durchschnittliche Auftaktsaison sind vielfältig. Neben internen Problemen, die in einem komplett neu formierten Team durchaus üblich sind, hat natürlich auch die Corona Krise eine Rolle gespielt. Viele der international bekannten Namen, die als potenzielle Neuzugänge gehandelt wurden, wagten wegen der Unsicherheiten durch das hochansteckende Coronavirus nicht den Schritt in die USA.

Da die Zahlen der Neuinfizierten in den Vereinigten Staaten noch immer sehr hoch sind, grenzt es schon fast an ein Wunder, dass die Regular Season der MLS so reibungslos über die Bühne ging.

Ist Politik schuld?

Auch das politische System könnte manch gehandelten Star von einem Wechsel nach Florida abgehalten haben. Noch-Präsident Donald Trump regiert das Land ohne Kompromisse und hat eine Kultur von Hass und Spaltung in den Staaten geschaffen. Da er besonders in den internationalen Medien hart kritisiert wird, hat sich das Bild der USA in Südamerika und Europa deutlich verschlechtert.

Beckham und Miami hoffen natürlich, dass nächste Saison eine deutliche Leistungssteigerung erreicht werden kann. Inter möchte mit den besten Teams der Liga mithalten und kurzfristig um Titel kämpfen. Mit einem Jahr Erfahrung, einem neuen Präsidenten und der Zulassung eines Coronaimpfstoffes sind die Voraussetzungen für die kommende Saison deutlich besser.

(KTAD)