Donnerstag, 17. Mai 2018 22:25 Uhr

„Deadpool 2“: Ryan Reynolds kriegt locker die Kurve

Seit heute läuft „Deadpool 2“ in den deutschen Kinos. Ein wildes Crossover von X-Men-Superhelden, Deadpool und einem Normalo gegen einen megastarken Oberschurken mit einer ordentlichen Portion Ironie auf Klassiker der Kinogeschichte.

"Deadpool 2": Ryan Reynolds kriegt locker die Kurve

Foto: Twentieth Century Fox

Wade Wilson alias Deadpool (Ryan Reynolds) ist ein Zyniker vor dem Herrn. Seine Haut ist vernarbt und entstellt und sterben kann er auch nicht. Die genetische Veränderung macht ihn nur zynischer und respektloser vor Alles und Jedem. Die einzige Person, bei dem Wade noch er selbst sein kann, ist seine Herzdame, Vanessa (Morena Baccarin, 38). Doch auch das private Glück ist nicht von Dauer.

Die X-Force bringt sich in Stellung

Deadpools Gegner im neuesten Marvel-Abenteuer heißt Cable (Josh Brolin) und ist so übermächtig stark, dass Deadpool Hilfe braucht. Also macht er sich auf den Weg, eine Allianz gegen den Ober-Hau-Drauf zu schmieden. Mit dabei sind Colossus (Stefan Kapicic), der X-Men-Blechtyp, der bei jeder Bewegung metallisch-hohl klingt. Etwas attraktiver sind da schon Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand). Schnell ist eine Anzeige aufgegeben und die X-Force ist ruckzuck rekrutiert.

Alles Mutanten außer Peter (Rob Delaney), der aber trotzdem engagiert wird. Er fand die Anzeige so toll, wenn das kein Grund für die Jobvergabe ist! Stylischer wird es definitiv, als Domino (die Berlinerin Zazie Beetz) in die Crew eintritt, ihre besondere Fähigkeit ist, Glück zu haben. Der Vollständigkeit halber hier noch die Abrundung der Mutanten: Zeitgeist (Bill Skarsgård) und Weasel (T.J. Miller). Die Deadpool-Leute sind hinter Cable her und der tobt einem Teenager-Mutanten namens Russell (Julian Dennison) alias Firefist nach.

Russell wurde im Heim gequält, wieder und wieder und jetzt ist Schluss mit lustig. Der Teenie weiss sich nicht anders zu helfen, als seine Kraft einzusetzen. Es ist Feuer, Russel schleudert wahre Feuerbrünste aus seinen kleinen pummeligen Fäusten, dass es nur so kracht. Letztendlich arbeitet die Mutententruppe ein Problem nach dem anderen ab und koaliert mit wem es auch immer nötig ist.

"Deadpool 2": Ryan Reynolds kriegt locker die Kurve

Foto: Twentieth Century Fox

Rasant und voller Anspielungen

„Deadpool 2“ ist schnell, voller Anspielungen und Querverweise auf den gesamten Marvel-Helden-Olymp und Kultfilme aller Genres – da reicht schon ein Blick auf das Filmplakat! Ryan Reynolds ist ein Darsteller mit Tiefe und vielen Facetten, der Hollywood-Beau kriegt locker die Kurve zwischen Witz, schnittigen Kampfszenen und ernst gemeinten Heiratsantrag. Diese Achterbahnfahrt hält den ganzen Film über an. Und die geht in etwa so: Nonchalant liegt Wade in Deadpoolklamotten – stylesicher kombiniert mit blauen Gartencrocs – auf ordentlich hochexplosiven Fässern herum und gibt sich mit einem Zündhölzen den Todestoß. Und pfeift sich eins dazu – bis einem sehr üppig seine abgerissene Körperteile von der Leinwand entgegen fliegen und Wade/Deadpool in der nächsten Szene wie aus dem Ei gepellt weitermacht.

Aber das mit „aus dem Ei gepellt“ klappt nicht immer. Die Haltung aber stimmt. Immer.

"Deadpool 2": Ryan Reynolds kriegt locker die Kurve

Foto: Twentieth Century Fox

Fazit: „Deadpool 2“ ist ein wahnsinnig schneller und lauter Streifen. Es wird gequasselt und auf Coolness gemacht und sofort wieder gebrochen. Natürlich wird gefightet, gesprungen und gerutscht, was man von Superhelden so gemeinhin erwartet und wer zusätzlich noch einen Faible hat für Splattereinlagen, der wird sich ausgezeichnet amüsieren. (Katrin Wessel)

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