07.08.2020 23:24 Uhr

Debra Messing: „Will & Grace“ trieb sie fast in die Magersucht

Jahre nach ihrem Mega-Erfolg mit der Sitcom "Will & Grace" verriet die Hauptdarstellerin Debra Grace jetzt, wie sehr sie damals unter dem Druck litt immer und immer dünner zu werden.

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Um die Jahrtausendwende gehörte die Serie „Will & Grace“ zu den beliebtesten Sendungen im TV. Die Show über eine Wohngemeinschaft in New York City, die Homosexualität erstmals als Normalität in die Hauptsendezeit brachte, begeisterte über Jahre Millionen.

Die Hauptdarstellerin erinnert sich allerdings mit einem lachenden und einem weinenden Auge an die Zeit zurück. Wie Debra Messing (51) nun bei ihrem Gastauftritt in Jameela Jamils Podcast „I Weigh“ erzählte, litt sie damals sehr unter dem Druck in Hollywood unnatürlich dünn zu sein.

Debra Messing nahm vier Kleidergrößen ab

Im Verlauf der Serie hungerte sich die Schauspielerin deswegen von einer Kleidergröße 38 auf eine 32 runter. Sie erinnerte sich:

„Als ich bei Will & Grace anfing, hatte ich eine Größe 38. Immer wenn ich in die Anprobe ging, passte ich nicht in die Kleidung. Achtzig Prozent davon passte mir nicht. Ich begann meinen Körper und mich selbst zu hassen. … Also dachte ich natürlich: ‚Das Leben wäre so viel einfacher für mich und für alle, die versuchen, ihre Arbeit zu erledigen, wenn ich einfach abnehmen würde.“

Debra Messing: "Will & Grace" trieb sie fast in die Magersucht

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Dünn, aber nie zufrieden

Debra Messing hielt strenge Diät und geriet langsam aber sicher in den Teufelskreis der Magersucht. Denn mit jedem verlorenen Kilo sank auch ihr Selbstbewusstsein. Egal wie dünn sie war, sie fühlte sich dick. Ihre Komplexe verhinderten, dass sie ihren Erfolg in vollen Zügen genießen konnte.

„Dies hätte die schönste Zeit meines Lebens sein können. Ich war als „Beste Schauspielerin in einer Fernsehshow“ für einen Emmy nominiert für eine Show, die ich liebte. Ich ging über den Roten Teppich und fühlte mich unglaublich. Aber dann sah ich diese anderen Schauspielerinnen, die alle nur halb so viel wie ich wogen und fühlte mich dick und hässlich. Wenn ich heute auf diese Bilder zurückblicke, dann erkenne ich, wie wunderschön ich aussah! Ich bedauere die Tatsache, dass meine Interpretation der Realität damals eine andere war. Ich bedauere die Folter, die ich mir selbst zugemutet habe“, sagte sie im Podcast.

Heute erkennt die Schauspielerin ganz klar, dass sie damals viel zu dünn war.

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Schlank als gefährlicher Schönheitstrend

Die Jahrtausendwende stellt in Sachen Schönheitsideale tatsächlich eine sehr schwierige Zeit dar. Die It-Girls der Stunde waren Sängerinnen und Schauspielerinnen wie Britney Spears (38), Christina Aguilera (39) oder Jennifer Aniston (51).

Das damals gängige Schönheitsideal bestand aus weißer Haut, blond gefärbten Haare, einem kleinen Hintern, einem extrem flachen Bauch und einer sehr zierlichen Statur. Für die große Mehrheit der Frauen stellte dieses Ideal ein schlicht und ergreifend unmöglich zu erreichendes Ziel dar.

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Heute wollen alle Kurven

Gott sei Dank trat kurz darauf Jennifer Lopez (50) auf die Bildfläche. Sie brachte einen weiblichen Hintern wieder in Mode. Es dauerte aber nochmals zehn Jahre bis Kim Kardashian (39) berühmt wurde. Dank ihr gelten Kurven und ein bisschen Fleisch auf den Rippen seit einigen Jahren als das Ultimo an Weiblichkeit.

Zugegeben auch dieses Ideal bleibt für viele Frauen unerfüllbar. Aber lieber futtern sich androgyne Frauen ein paar Extra-Kilos drauf um wenigstens ein bisschen Hintern zu haben, als dass sich die Mehrheit von Mädchen und Frauen den Kopf über ihre ach so dicken Oberschenkel zermartert.

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