Mittwoch, 2. Juni 2010 18:07 Uhr

Dennis Hopper: „Ich hatte ein erfülltes Leben“

München. „Ich hätte mindestens zehn Mal tot sein müssen“, meinte Dennis Hopper noch lakonisch vor etwa einem Jahr im Interview. Wegen seines jahrelangen Drogen- und Alkoholkonsums sah der  Hollywoodstar seinem Ende daher „sehr gelassen“ entgegen, wie er in dem Gespräch mit TELE 5 bekräftigte: „Es gab Zeiten, da war ich Monate lang  vollgedröhnt“, so Hopper, der am vergangen Samstag mit 74 Jahren seiner Krebserkrankung erlag.

„Insgesamt hatte ich ein tolles Leben, mit Höhen und Tiefen. Es gab darin auch einige entsetzliche Enttäuschungen – an den meisten davon trage ich selbst Schuld“, verriet der vielseitige Künstler in dem Interview, das der Fernsehsender TELE 5 anlässlich der Premiere von ‚Palermo Shooting‘ mit ihm führte. In Wim Wenders‘ Drama, das 2009 auf dem Filmfestival in Cannes seine Uraufführung erlebte, verkörperte Hopper den Tod persönlich.

Auf der Leinwand gab der gebürtige Kalifornier, der sich selbst als „eher höflich und introvertiert“ beschrieb, meistens den  Bösewicht. Einen der denkwürdigsten Auftritte hatte der fünfmal  verheiratete Schauspieler in David Lynchs ‚Blue Velvet‘. „Ich mag das Werk sehr. Das ist der erste surrealistische Film Amerikas“,  schwärmte Hopper in dem Interview über den Psychothriller, den TELE 5 am 20. Juni, um 22.10 Uhr noch einmal zeigt.

Mit dem Filmgeschäft kam das Multitalent, das mit sein Regiedebüt ‚Easy Rider‘ (1969) weltberühmt wurde, schon früh in Berührung: Als 18-Jähriger feierte er neben James Dean in ‚… denn sie wissen nicht was sie tun‘ (1955) sein Leinwanddebüt und erhielt von dem Hollywood-Studio gleich einen langfristigen Vertrag: „Das hat
es mir möglich gemacht, neben der Schauspielerei auch anderes zu tun: Ich habe gemalt, ich habe geschrieben, ich habe fotografiert – und überhaupt ein erfülltes Leben geführt. Und das ist es doch, worauf es am Ende ankommt, oder?“

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