Dienstag, 22. Juni 2010 13:03 Uhr

Der Bild-Boss bloggt für 42.000 Euro in drei Tagen

Berlin. Kai Diekman ist ein durchaus liebenswerter, humorvoller, bei weitem unterschätzter Chefredakteur und Hobby-Handy-Fotograf („Ich bin einfach unheilbar eitel“). Jetzt hat er eine ganz große Geschichte abgeliefert. Der Mann, der über seine Neider und Wettbewerber Tränen lacht,  hatte für 100 Tage Anfang des Jahres ein eigenes Blog eröffnet und durchaus hochinteressantes Zeugs gepostet. Während dieser Zeit war der 45-jährige Superstsar der europäischen Regenbogenpresse auch im verregneten Marokko-Urlaub und postete (besser „er ließ posten“) fleissig Bilder und Videos.

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Nun soll dem Bild-Boss eine Rechnung in Höhe von 42.000 Euro ins Haus geflattert sein, berichtet der Medien-Branchendienst ‚Kontakter‘. Für die Roaming-Kosten von angeblich nur drei Tagen aus Marokko! Da soll auch Diekmann, den sonst wirklich nichts aus der Bahn wirft, aus den Latschen gekippt sein.

Flugs habe er bei einem internen Manager-Seminar bei Telekomchef Rene Obermann höchstpersönlich interveniert. Offenbar ohne Erfolg. Diekmann sei ein „ganz normaler Beschwerdeführer“ und müsse sich hinten an anstellen – sprich warten. „Warten“ – und Bild-Zeitung paßt ja nun gar nicht zusammen!

„Aus einem Gentlemens Agreement wurde demnach also nichts – aber der Springer Verlag übernimmt ohnehin die Kosten“, resümiert die Berliner TAZ Diekmann.

Nun fragt die ‚Süddeutsche Zeitung‘ abschließend süffisant: „Wie geht der Konzern Deutsche Telekom mit der unbezahlten Rechnung eines Prominenten um? Besonders, wenn es sich dabei um den Chef von Europas größter Boulevardzeitung handelt.“
„Ganz Deutschland“ (gern verwendetes Bild-Superlativ)  wartet jetzt mit Spannung auf die Antwort.

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Fotos: wenn.com

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