Dienstag, 21. August 2018 09:51 Uhr

Der Fall Weinstein wird zum Fall Asia Argento: Wer ist schäbiger?

Die Stimmung nach dem Weinstein-Skandal im letzten Jahr scheint nicht besser zu werden in Hollywood. Im Gegenteil, für einige wird es immer schlimmer. Medienberichten zufolge werden nun Asia Argento, die dem Produzenten Harvey Weinstein des Missbrauchs anklagte, nun selbst sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Sie soll sogar einem ehemaligen Kinderschauspieler sogar 380.000 Dollar Schweigegeld gezahlt haben.

Der Fall Weinstein wird zum Fall Asia Argento: Wer ist schäbiger?

Asia Argento mit Aktivistin Rose McGowan bei einer Demo im März 2018
Foto: IPA/WENN.com

Jetzt äußerte sich Schauspielerin Rose McGowan, die den Skandal und die danach folgende Me Too-Bewegung erst so richtig los trat zu den Anschuldigungen gegen ihre gute Freundin. „Ich habe sie vor zehn Monaten kennengelernt. Unsere Gemeinsamkeit ist der Schmerz, den uns Harvey Weinstein zugefügt hat“ twitterte die 44-Jährige am Montagmorgen, wenige Stunden, nachdem die ‚New York Times‘ den Bericht über Asia Argento veröffentlicht hatte. „Mein Herz ist gebrochen“, fügte McGowan hinzu.

Trotz des Berichts würde sie die „Arbeit für die Opfer, auch für Asia, weiterhin fortsetzen.“ Der Hollywood-Star forderte auch, dass die Menschen sich „so zivil wie möglich verhalten“ sollten, während die Geschichte geklärt wird. „Keiner von uns kennt die Wahrheit und ich bin mir sicher, dass diese bald enthüllt wird. Also seid bitte sanft.“

Die ‚New York Times‘ bezieht sich angeblich auf Dokumente, die der Zeitung anonym zugespielt wurden. Die 42-jährige italienische Schauspielerin solle demnach im letzten Oktober, nach ihren Vorwürfen gegen Weinstein, eine finanzielle Einigung mit dem Jungschauspieler Jimmy Bennett erzielt haben. Im April 2018 sei dann Geld geflossen. Der junge Mann spielte 2004 in dem Film  „The Heart Is Deceitful Above All Things“ mit, bei dem Argento Co-Autorin war und auch Regie führte.

17-Jährigen zum Oralsex verführt?

Der 22-jährige Schauspieler und Musiker behauptet dem Bericht zufolge, dass die damals 37-jährige ihn im Jahr 2013 zwei Monate nach seinem 17. Geburtstag in einem Hotelzimmer im Ritz Carlton in Kalifornien sexuell missbraucht haben soll. Bennet behauptet, dass Argento ihn küsste, bevor er Oralsex bei ihr verüben musste. Der Anwalt des Schauspielers erklärte auch, warum sich der ehemalige Kinderstar jetzt erst zu Wort meldet. Seine „Gefühle seien an dem Tag so richtig hochgekommen, als Argento als Opfer von Harvey Weinstein ins Rampenlicht gelangte“.

Auch Weinstein selber meldete sich zu Wort, erklärte über seinen Anwalt laut dem US-Sender ‚Fox‘:  „Diese Entwicklung enthüllt ein atemberaubendes Level an Scheinheiligkeit von Asia Argento.“ (SV)

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