Dienstag, 17. Dezember 2013 09:32 Uhr

„Der Medicus“: Berauschende Weltpremiere in Berlin

Am Montagabend hatte im „neuen“ Berliner Zoopalast das emotionale und bildgewaltige Abenteuerepos ‚Der Medicus‘ seine Weltpremiere. Darin nimmt Newcomer Tom Payne (30) als junger Medicus die Leinwand mit beeindruckender Präsenz ein.

"Der Medicus": Berauschende Weltpremiere in Berlin

Neben der internationalen Starbesetzung um Stellan Skarsgård und Ben Kingsley glänzen auch Emma Rigby als Robs große Liebe Rebecca sowie der deutsche Shooting-Star Elyas M’Barek als Robs persischer Freund Karim.

Auf die Frage, ob er bereit sei für den großen Hype, der auf ihn zukommen könnte, sagte Payne, er wolle erst mal abwarten und schauen. Außerdem brachte er die Journalisten mit seinen Deutschkenntnissen zum Lachen. „Ich hab‘ keinen Bock“, „Ich will nicht mehr“ und „Noch ein Bier“, beherrschte er schon.

"Der Medicus": Berauschende Weltpremiere in Berlin

Der amerikanische Bestseller-Autor Noah Gordon (87) hat von der Verfilmung seines Romans erst mühsam überzeugt werden müssen.

Die Produzenten Nico Hofmann und Wolf Bauer seien mehrmals zu ihm nach Boston gereist, um – durch den Stadtpark spazierend – über das Projekt zu sprechen, erzählten die drei auf einer Pressekonferenz am Montag in Berlin vor der abendlichen Premiere des Films. Auf dem Podium saßen auch der Hauptdarsteller Tom Payne, Schauspieler wie Elyas M’Barek, Olivier Martinez und Stellan Skarsgård sowie Regisseur Philipp Stölzl (‚Goethe!‘, ‚Nordwand‘).

"Der Medicus": Berauschende Weltpremiere in Berlin

Das Schwierigste sei gewesen, die „riesenreiche Geschichte“ auf einen Film zu komprimieren, erzählte Stölzl. „Was lässt man weg? Was lässt man drin? Das ist irrsinnig schwierig.“ Man müsse verdichten, aber dem Geist der Geschichte treubleiben, sagte der Regisseur.

Pferde, Hunde, Kinder, Komparsen – das sei filmisch eine Riesen-Wucht. Wenn er erfahren habe, dass Szenen ausgelassen oder verändert würden, sei er kritisch gewesen, sagte Autor Gordon. Er habe aber großes Vertrauen zu den Machern gehabt – und sei begeistert von den Darstellern.

Für Produzent Wolf Bauer ging mit dem Projekt nahezu ein Jugendtraum in Erfüllung. Er habe sich fast 25 Jahre um die Rechte an der Geschichte des Waisen Rob Cole bemüht, sagte er. Vom mittelalterlichen England reist Cole ins persische Isfahan, um dort bei Ibn Sina (Ben Kingsley), „dem Arzt aller Ärzte“, Medizin zu studieren. Doch der Weg zu Wissen und Erkenntnis ist steinig. Cole ist auf seiner langen Reise zahlreichen Gefahren ausgesetzt.

Noah Gordons Weltbestseller ‚Der Medicus‘ wurde allein in Deutschland mehr als sechs Millionen Mal verkauft. Kinostart ist am 25. Dezember 2013.

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Und darum geht’s: England im 11. Jahrhundert – Rob Cole (Tom Payne) hat eine außergewöhnliche Gabe: als kleiner Junge fühlt er, dass seine kranke Mutter sterben wird und muss hilflos zusehen, wie sich seine Vorahnung erfüllt. Auf sich allein gestellt, schließt sich der junge Waise einem fahrenden Bader (Stellan Skarsgård) an, der ihm neben den üblichen Taschenspielertricks auch die Grundlagen der mittelalterlichen Heilkunde nahe bringt.

Schon als Lehrling erkennt Rob die Grenzen dieser einfachen Praktiken. Eines Tages erfährt er von dem berühmten Universalgelehrten Ibn Sina (Ben Kingsley), der im fernen Persien Medizin lehrt, und er beschließt, sich dort zum Arzt ausbilden zu lassen.

"Der Medicus": Berauschende Weltpremiere in Berlin

Auf seiner Reise begegnet Rob Cole zahllosen Gefahren und Herausforderungen, muss Opfer erbringen und sich seinen Weg bedingungslos erkämpfen. Am Ende wird sein unbeirrtes Streben nach Wissen mit Erkenntnissen über die Welt und über sich selbst mit Freundschaft und wahrer Liebe belohnt. (dpa/KT)

Fotos: Universal Pictures

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