31.12.2018 13:47 Uhr

Désirée Nick: Wir müssen lernen wieder mehr „Nein“ zu sagen

Das sind ja ganz neue Töne: Nun zeigt sich Désirée Nick: (62) von ihrer gesellschaftskritischen Seite und hat sogar eine Art Ratgeber geschrieben, der den bezeichnenden Titel „Nein ist das neue Ja“ trägt.

Foto: WENN.com

Dass es für viele Menschen zunehmend immer mehr zum Problem wird, „Nein“ zu sagen, hat Désirée schon länger beobachtet. Einen Erklärungsversuch hat sie dafür auch. So sagte sie im Gespräch mit Klatsch-tratsch.de

„Die Gesellschaft hat uns zu Ja-Sagern erzogen, weil wir so leichter kontrollierbar sind. Seinen Frust anonym auf Social Media auszukotzen ist durchaus legitim, ein ehrliches nein bei überzogenen Forderungen den Kollegen, dem Chef, dem Partner, der Familie gegenüber kommt wesentlich schwerer über die Lippen.“ Wer zu oft nachgibt, hat verloren.

Zu viel Ja-Sagen macht krank

Zudem habe das „Ja-Sagertum“ auch viele Nachteile für den Einzelnen sowie für die Gesellschaft im Allgemeinen: „Leider führen viele falsche Ja’s zu einem gigantischen Dschungel aus halbherzigen Verpflichtungen, bis man Zeit, die man nicht hat, mit Menschen verbringt, die man kaum kennt, bei Ereignissen die einen nicht wirklich interessieren. Dies alles mündet am Ende in ein großes Nein zu uns selbst.“

 

Ihrer Meinung sind die Folgen daraus fatal: „Die Folge sind die bekannten Zivilisationskrankheiten, wie Burn-Out, Stress, Depression, Rücken, Migräne. Da ließe sich durch geschliffene Streitkultur viel vermeiden. Schließlich ist das Wörtchen Nein meistens schon ein vollständiger Satz und sehr leicht auszusprechen.