07.04.2020 12:29 Uhr

Deutscher Filmpreis 2020 kommt aus den Wohnzimmern der Stars

imago images / Future Image

Großveranstaltungen sind momentan untersagt. Aber die Deutsche Filmakademie hat einen putzigen Weg gefunden, die Verleihung des Deutschen Filmpreises doch noch stattfinden zu lassen.

Der Deutsche Filmpreis wird wegen der Corona-Krise in diesem Jahr nicht bei einer großen Gala verliehen. Stattdessen ist eine Fernsehshow am 24. April geplant. Viele Filmschaffende, Musiker und Laudatoren sollen sich aus ihren Wohnzimmern dazuschalten, wie die Deutsche Filmakademie mitteilte.

Erstmals werde die Verleihung live übertragen. Schauspieler Edin Hasanovic moderiert den Abend um 22.15 Uhr im Ersten. Der Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung für die Branche. Die rund 2000 Mitglieder der Filmakademie stimmen über die Gewinner ab, ähnlich wie bei den Oscars in den USA.

Preise im Wert von drei Millionen Euro

Die Preise sind insgesamt mit fast drei Millionen Euro dotiert. „Während alle Grenzen schließen, wir in einem Ausnahmezustand sind, uns schützen wollen und müssen, werden wir trotzdem einen Weg finden, die Nominierten und Preisträger zu feiern und etwas auf die Beine zu stellen“, teilte die künstlerische Leiterin des Abends, Regisseurin Sherry Hormann, mit.

Deutscher Filmpreis 2020 kommt aus den Wohnzimmern der Stars

© rbb/Deutsche Filmakademie/Jens Koch

Ulrich Matthes, Präsident der Deutschen Filmakademie: „Es gab eine Zeit vor Corona, und es wird eine Zeit danach geben. Wir spüren noch, selbst in ihrer Abwesenheit, die Energie, die uns ein Kino- oder Theaterbesuch, ein Konzertsaal oder ein Fußballstadion geschenkt haben. Und wir denken sehnsüchtig an die Zeit, in der wir all dies – gemeinsam mit vielen anderen und nicht mehr oder weniger vereinzelt – wieder werden erleben können. Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen, am 24. April die Deutschen Filmpreise zu verleihen.

Mit elf Nominierungen geht die Literaturverfilmung „Berlin Alexanderplatz“ als einer der Favoriten ins Rennen. Auf Nominierungen in neun Kategorien kommt das Drama „Systemsprenger„. Im vergangenen Jahr hatte das Drama „Gundermann“ über den gleichnamigen DDR-Liedermacher die Goldene Lola als bester Spielfilm gewonnen. (dpa/KT)