Mittwoch, 25. September 2019 23:57 Uhr

Deutscher Radiopreis: Steinmeier über Dudelfunk und Gewinnspielchen

Moderatorin Barbara Schöneberger und der Bundespräsident. Foto: Axel Heimken

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an Deutschlands Radiomacher appelliert, das kostbare Vertrauen ihrer Hörer zu erhalten.

„Für viele sind Sie eben diejenigen, die die Meinung des Hörers im Alltag zu einem guten Stück prägen“, sagte Steinmeier am Mittwochabend bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises in Hamburg. „Sie dürfen in ihr Ohr, in ihren Kopf und manchmal auch in ihren Bauch“, sagte der Ehrengast der Gala in der Elbphilharmonie zu den Radiomachern. „Deshalb muss der gemeinsame Wunsch sein, mit dieser Möglichkeit, mit diesem Privileg verantwortungsvoll und sorgsam umzugehen.“ Fehler würden sich nicht versenden. „Nicht die schnelle, die richtige Nachricht, die schafft Vertrauen.“

Deutscher Radiopreis: Steinmeier über Dudelfunk und Gewinnspielchen

Eröffnete die Gala: Udo Lindenberg. Foto: Axel Heimken

Steinmeier betonte, ein reiner Dudelfunk werde sich gegen den Musikstreamingdienst Spotify und andere nicht behaupten. „Und wenn noch so viele Gewinnspielchen ins Programm eingestreut werden“, sagte er. „Muten Sie den Hörern ruhig zwischendurch ein paar Sätze (…) zu, die bei der Orientierung im unübersichtlichen Gelände des alltäglichen Wahnsinns ein wenig helfen.“

Lindenberg eröffnet Show

Eröffnet wurde die Gala von Panikrocker Udo Lindenberg (73) mit seinem Hit „Stärker als die Zeit“. Zu der Verleihung, die zum zehnten Jubiläum zum zweiten Mal in der Elbphilharmonie erfolgte, kamen zahlreiche Prominente – etwa die Schauspielerin Andrea Sawatzki oder Moderatorin Marietta Slomka.

Deutscher Radiopreis: Steinmeier über Dudelfunk und Gewinnspielchen

Lena Meyer-Landrut im Duett mit Nico Santos. Foto: Axel Heimken

Der Radiopreis wird in zwölf Kategorien vergeben, dazu gehören die beste Reportage, die beste Radiocomedy und in diesem Jahr erstmals der beste Podcast. Die Auszeichnungen sind undotiert. Knapp 70 öffentlich-rechtliche und private Radios übertrugen die von Barbara Schöneberger moderierte Gala live. (dpa/KT)

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