Montag, 9. Mai 2011 23:29 Uhr

Diane Kruger arbeitete hart an ihrem Akzent

Los Angeles. Sprachtalent: Diane Kruger (34) ist die einzige deutsche Schauspielerin, die in den USA derzeit Erfolge feiert und hat dafür besonders viel an ihrem Akzent gearbeitet. „Das war schon hart, den Akzent wegzubekommen. Manche Leute schaffen es nie. Aber ich wollte eben nicht in dieser Nationen-Schublade feststecken, wo du am Ende immer nur Deutsche spielst“, erklärte die Aktrice (‚Troja‘) in einem Interview mit der ‚Süddeutschen Zeitung‘.

Doch ihr perfektes Englisch brachte sie andererseits beinahe um ihre Rolle im Erfolgsfilm ‚Inglourious Basterds‘ von Regisseur Quentin Tarantino, der der Blondine erst gar keine Chance geben wollte: „Er wollte mich beim Casting eigentlich nicht sehen, weil er dachte, ich sei eine Amerikanerin mit deutscher Oma. Alles sollte ja ganz authentisch sein, ich brauchte in der Rolle als Bridget von Hammersmark einen dicken deutschen Akzent, und den hat er mir nicht zugetraut. Erst als er davon überzeugt war, dass ich auch wirklich deutsch bin, durfte ich vorsprechen“, erzählte sie ihren Weg zu der Rolle an der Seite von Brat Pitt und zahlreichen deutschen Stars wie Christoph Waltz, Til Schweiger und Daniel Brühl.

Zurzeit dreht die Diva vor allem in Frankreich: „Klar, Amerika ist toll, es ist ein Glück, dass ich da arbeiten darf. Aber zur Zeit habe ich bessere Angebote in Frankreich. Dieses Jahr drehe ich nur französische Filme. Die Rollen, die mich momentan aus Amerika erreichen, passen einfach nicht so gut“, schilderte sie die Situation und wehrt sich gegen die allgemeine Begeisterung für Hollywood: „Ich muss Ihnen mal ganz ehrlich sagen: Ich verstehe nicht, warum Hollywood in Deutschland als das Absolute gilt. Viele kommen aus Hollywood mit eingezogenem Schwanz zurück. Warum eigentlich?“ fragte sich Diane Kruger. (Cover)

Foto: wenn.com

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