„Die Alm“-Kandidaten verraten: So hart ist das Leben auf der Alm

Die "Alm"-Promis werden eine Zeitreise durchleben. (jom/spot)
Die "Alm"-Promis werden eine Zeitreise durchleben. (jom/spot)

ProSieben/Benjamin Kis

22.06.2021 15:28 Uhr

"Die Alm – Promischweiß & Edelweiß" startet am kommenden Donnerstag in die dritte Staffel. Warum das Reality-Format in keine Trash-Show ausgeartet ist und wie hart das Leben auf der Alm war, haben jetzt drei Kandidatinnen verraten.

„Die Alm – Promischweiß & Edelweiß“ kehrt mit einer dritten Staffel nach zehn Jahren aus der Versenkung zurück ins TV-Programm. Ab Donnerstag (24. Juni, 20:15 Uhr auf ProSieben und auf Joyn) werden zehn Promis auf einer Alm in Südtirol eine Zeitreise 100 Jahre zurück erleben und einige Challenges absolvieren.

In 1.680 Meter Höhe und auf 70 Quadratmeter mussten die Promis bei dem bereits abgedrehten Format miteinander auskommen. Doch anders als in anderen Reality-Formaten habe das Zusammenleben nicht zu ausgearteten Streitigkeiten, Mobbing oder Rivalitäten geführt, versicherten drei „Die Alm“-Kandidaten an diesem Dienstag (22. Juni) auf einer digitalen Presskonferenz.

„Es ist kein Trash, wir hatten schon Diskussionen, aber die waren sehr sachlich, denn wir mussten am Ende einfach miteinander klarkommen“, erklärte Dragqueen Yoncé Banks (28). Auch Olympionikin Magdalena Brzeska (43) konnte das harmonische Miteinander bestätigen: „Konkurrenzkampf ist auf der Alm Fehl am Platz. Man fährt besser damit, wenn man ein Teamplayer ist.“ Sie habe selten so viel gelacht, aber selten auch so viel geweint, verriet die 43-Jährige. „Aber in positivem Sinne, weil es einfach sehr emotional war.“

Mirja du Mont feiert Reality-TV-Premiere

Vorbereitet habe sie sich gar nicht, erzählte Brzeska. „Ich wollte einfach nur Spaß haben und habe mich sehr wohlgefühlt. Für mich war es Urlaub, alle meinten, ich sah sehr erholt aus danach.“ Für „Queen of Drags“-Gewinnerin Yoncé Banks, die auf der Alm ihre Perücke abgelegt hat, stand die Chance auf eine neue Erfahrung im Vordergrund: „Ich dachte mir: Corona nervt, ich habe lange nichts mehr erlebt, da habe ich Lust drauf. Und dann bist du da und denkst: Worauf habe ich mich da eingelassen?“ Für Kandidatin Mirja du Mont (45) habe ein Reality-Format zuvor nie zur Debatte gestanden, „Die Alm“ sei nun ihr erstes Projekt dahingehend. „Meine Eltern meinten nur: ‚Das ist ja ganz furchtbar, warum machst du das?‘ Meinen Kindern habe ich erst mal gar nichts gesagt. Meine Tochter ist totaler Reality-Fan, mein Sohn überhaupt nicht“, erzählte du Mont. 

„Ich habe von Anfang an gesagt: Ich gehe in dieses Format, um Freunde zu gewinnen. Wenn ich mit einem Freund aus diesem Format gehe, habe ich alles richtig gemacht. Und ich kann sagen, ich habe mehr als alles richtig gemacht. Es gibt schon verschiedene WhatsApp-Gruppen“, verriet die 45-Jährige weiter. Es seien sehr unterschiedliche Charaktere dabei gewesen, die aber alle mit einem Ziel angetreten seien: „Kein Mobbing, kein Bodyshaming. Kämpfen mit allen Mitteln kam bei mir überhaupt nicht in Frage.“

Diese Kandidatin sorgt für Zunder

Ebenfalls bei dem Hütten-Abenteuer mit dabei: Fitness-Influencer Hollywood-Matze, den „Die Alm“-Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes (39) als ihren Favoriten bezeichnet: „Es hat mich wahnsinnig beeindruckt, wie sensibel er ist“, erklärte sie bei dem digitalen Event. Ex-„DSDS“-Teilnehmerin Katharina Eisenblut (27) sorgt laut Ulmen-Fernandes für Zunder auf der Alm. „Mir war sie wahnsinnig sympathisch.“ Sternekoch Christian Lohse (54) fehle es „nicht an Pfeffer“ und Erotik-Darstellerin Vivian Schmitt (43) sei „toll in der Hütte. Wir haben sie nur noch Wortakrobatin genannt“. Influencer und Reality-TV-Star Aaron Hundhausen (22, „Ex on the Beach“), Influencer Ioannis Amanatidis (31) und Influencerin und Küken der Runde Siria Campanozzi (21) komplettieren die Alm-Bewohnerschaft. Ulmen-Fernandes wird gemeinsam mit Christian Düren (30) durch die Show führen.

Ein „Die Alm“-Original kehrt zurück

Der Sender gewährte bei dem Event zudem weitere Einblicke in das Almleben auf dem Laseiderhof in Südtirol. Josef „Sepp“ Huber sorgt auch dieses Mal für Recht und Ordnung und hält die Promis auf Trab. Der Alm-Öhi war bereits 2004 mit dabei und feiert damit sein Comeback in der Show. Er zeigt den Promis, wie das Ausmisten des Stalls, das Versorgen von Schafen, Hühnern und Kühen, das Reinigen des Plumpsklos oder das Entfachen des Kamins funktioniert.

Der ein oder andere Promi muss bei den Kommandos des Öhis genauer zuhören. „Wenn du nur Hochdeutsch gewohnt bist, versteht man das auf Biegen und Brechen nicht“, merkt Kandidat Aaron Hundhausen in einem ersten Clip aus dem Reality-Format an. Sieben goldene Regeln müssen die Kandidaten befolgen. Dazu gehört auch die Kleidung im Wäscheraum aufzuhängen oder das abgesperrte Gebiet rund um die Alm nicht zu verlassen. Ein Regelverstoß hat eine direkte Konsequenz: Von der Gewinnsumme von 50.000 Euro werden jeweils 500 Euro abgezogen.

Das harte Leben auf der Alm

„Wir waren in unserer eigenen Welt und sollten auch so gesondert in dieser bleiben. Bei den Fahrten zu den Spielen wurden sogar die Uhren abgeklebt“, erzählte Yoncé Banks über die ganz eigene Welt. „Wir hatten Hunger, uns war schweinekalt, das war schon anstrengend. Wir wurden 24 Stunden gefilmt, auch nachts, das war aus Sicherheitsgründen notwendig.“

Besondere Herausforderung bei den Dreharbeiten im Mai sei das Wetter gewesen, bestätigte Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes. „Es sieht verdammt sommerlich aus – in Wahrheit war Winter. In der Höhe wird’s auch mal kälter. Da mussten einige Wärmepads dran glauben.“ Trotz aller Widrigkeiten würden die Kandidaten sich einstimmig noch einmal auf das Abenteuer einlassen. Für Mirja du Mont könnte es allerdings bei einem Ausflug ins Reality-TV bleiben. „Ich sag niemals nie, aber eher nein. Vielleicht nur zu einer Reunion von ‚Die Alm‘.“ Die Chancen stehen dafür gut, ProSieben hat bereits ein großes Kandidaten-Wiedersehen für nach dem Finale angekündigt.