Samstag, 13. Juni 2009 12:53 Uhr

„Die beste Idee Deutschlands“: Aufblasbarer Warnwürfel

„Zwei Jahre Entwicklungsarbeit stecken hier drin – und jetzt hab ich’s geschafft. Das ist unglaublich, ich kann’s
kaum fassen!“ Michael Anders (38) aus Dasing bei Augsburg gewinnt das große Finale der Sat.1-Show „Die beste Idee Deutschlands“ gestern Abend und ist ebenso stolz wie erleichtert.
Seit 8. Mai haben sie gekämpft und gezittert: Über 900 Hobby-Tüftler aus ganz Deutschland stellten ihre Ideen und Erfindungen vor – zehn Kandidaten haben es bis ins Finale geschafft. Gestern traten sie in  Köln live gegeneinander an. 60 Sekunden durften die Finalisten jeweils ihre Erfindungen präsentieren, kommentiert von den Jury-Mitgliedern Barbara Eligmann, Michael Michalsky und Alexander Walzer. Beim aufblasbaren Warnwürfel waren sich alle einig: eine wichtige Idee und ein toller Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, die laut Verkaufsprofi Walzer auch sehr preisgünstig herzustellen ist. Doch die Entscheidung im Finale hing allein von den Zuschauern ab, die per Telefon-Voting den Sieger kürten.


In einem Wimpernschlag-Finale entschieden sich 20,53 Prozent aller Anrufer für den aufblasbaren, nachts leuchtenden Textilwürfel, der mit Saugnäpfen auf dem Autodach installiert werden kann, um ein liegengebliebenes Fahrzeug frühzeitiger sichtbar zu machen. Nur hauchdünne 0,3 Prozent trennten den Sieger vom Zweitplazierten: 20,5 Prozent der Anrufer votierten für den „PET-Trick“, ein cleveres Sammelsystem für PET-Flaschen, das von Anton Pagendarm (27) aus Hamburg entwickelt wurde. Auf den dritten Platz kam mit 14,5 Prozent aller Anrufer Tharek Naal (42) aus Meerbusch (Düsseldorf) mit seinem „Pool Watcher“, einem Alarmgerät  für Schwimmbäder und Badeteiche, das Leben retten kann.

Neben den 50.000 Euro Siegprämie stehen die Chancen mehr als gut, dass Michael Anders‘ Warnwürfel tatsächlich bald für den deutschen Markt produziert und irgendwann sogar Sicherheits-Standard in jedem PKW werden kann. Mit seinem Preisgeld will der glückliche Gewinner u.a. einen Fonds gründen, der Verkehrsunfall-Opfern zugute kommt.

 

Foto: SAT1/Frank Dicks

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