Die beste Instanz: Enissa Amani macht eigenen Rassismus-Talk

Enissa Amani
Enissa Amani

IMAGO / Stephan Wallocha

09.02.2021 17:41 Uhr

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen: „Die letzte Instanz“ sorgt auch noch Wochen nach der Ausstrahlung für Diskussionen. Entertainerin Enissa Amani holt jetzt zum Gegenschlag aus und will mit „Die beste Instanz“ zeigen, was der WDR hätte besser machen können.

Mit dem Format „Die letzte Instanz“ hat sich der WDR keinen Gefallen getan. Nach dem kontroversen Rassismus-Talk vor einigen Tagen hagelte es, absolut zu recht, Kritik. Zuschauer und auch viele Promis meldeten sich zu Wort. Mittendrin? Enissa Amani. Der Comedy-Star teilte einen Tag nach Ausstrahlung der Sendung ein Video-Statement auf Instagram, dass sie mit der Caption „Schäm Dich WDR“ untermauert. Aber Enissa kann nicht nur austeilen, sondern auch handeln. Jetzt will sie dem WDR nämlich zeigen wie es richtig geht.

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Der Hintergrund

Vier weiße Prominente diskutieren über Rassismus und das völlig naiv und empathielos. Was dem ganzen noch die Krone aufsetzt? Janine Kunze und Co. verteidigen in der Show rassistische Begriffe und erlauben sich ein Urteil darüber, ob bestimmte Worte heute noch genutzt werden sollten oder nicht. Wobei: Streichen wir das oder nicht, denn allesamt waren sich einig, dass Worte wie „Mohrenkopf“ oder „Zigeunersauce“ auch heutzutage noch angemessen wären und niemanden beleidigen würden.

Enissa lässt auf Worte Taten folgen

„Es ist unglaublich, dass es okay ist, dass ein Panel-Talk veranstaltet wird in Deutschland, wo man über Racial Slurs diskutieren will, wo man darüber diskutieren will, ob man das Z-Wort für Sinti und Roma sagen darf, wo man über Rassismus sprechen will. Und dann nicht eine Person, nicht eine PoC, BIPoC anwesend ist.“ sagt Enissa in dem Video, dass sie nach dem WDR-Debakel teilt. Der Clip hat inzwischen fast 2 Millionen Aufrufe. Für die Entertainerin, die sich bereits oft für das Thema Rassismus eingesetzt hat, allerdings noch nicht genug.

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„Die beste Instanz“

Knapp eine Woche später kündigt die Kölnerin auf Instagram in einem knapp siebenminütigen Trailer eine Art Gegen-Show an. Mit einer durchdachten Gästeauswahl und Meinungen, die wirklich relevant sind und gehört werden sollten, wenn es um das Thema Rassismus geht. Mit dabei sind Kommunikationswissenschaftlerin Natasha A. Kelly, Roma-Aktivist Gianni Jovanovic, der sicherlich jede Menge zum Thema Z-Sauce zu sagen hat, Bildungsreferentin Nava Zarabian, der Journalist und Autor Mohamed Amjahid und Lyriker Max Czollek. 

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Hier wird „Die beste Instanz“ ausgestrahlt

Am Dienstag, um 18 Uhr findet die Premiere von „Die beste Instanz“ statt. Zusehen sein wird sie auf Enissas Instagram-Kanal und auf YouTube. Auf Instagram verrät die 39-Jährige, die selbst deutsch-iranische Wurzeln hat, dass sie die Show ganz allein auf die Beine gestellt und finanziert hat. Ein Schritt, der ein ganz klares Statement in die Richtige Richtung setzt. (AB)