Dienstag, 16. Oktober 2018 18:45 Uhr

Die Höhle der Löwen (7): Kichererbsen-Fritten und kindersicheres Internet

Die Investoren Ralf Dümmel und Judith Williams Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Heute Abend gibt’s die 7. Folge der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ auf VOX! Erneut kämpfen die Investoren Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl und Georg Kofler um die Gründer mit den besten Geschäftsideen. Wie immer stellen wir die Start Ups vor.

Die Höhle der Löwen (7): Kichererbsen Fritten und kindersicheres Internet

Mario Ballheimer (l.) und Fedi Choukair Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Abdeckblitz aus Bad König

Mario Ballheimer (48) weiß als selbständiger Maler- und Lackierermeister mit über 20-jähriger Berufserfahrung wie viel Zeit das ordentliche Abkleben von Fenstern, Lichtschaltern oder Böden vor dem eigentlichen Streichen in Anspruch nimmt. Mit dem „Abdeckblitz” soll das nun der Vergangenheit angehören. Das selbstklebende Schutzvlies besteht aus einem robusten Material mit einer rutschhemmenden Oberfläche, welches einfach ausgelegt, angedrückt und zugeschnitten wird.

Die Höhle der Löwen (7): Kichererbsen Fritten und kindersicheres Internet

Investorin Dagmar Wöhrl, Mario Ballheimer Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Der „Abdeckblitz” haftet auf nahezu allen Oberflächen wie Kunststoffe, Fliesen, Metalle oder Textilien, ist reißfest, wasserbeständig, chemikalienfest und wiederverwendbar – ein zeitsparendes und umweltschonendes Utensil für Profis und Heimwerker. Seine Erfindung hat Mario Ballheimer bereits zum weltweiten Patent angemeldet, doch um auf dem Markt durchzustarten benötigt er Kapital in Höhe von 100.000 Euro. Sind zehn Prozent der Firmenanteile für die „Löwen” ein interessantes Angebot?

Kaiserschlüpfer aus Hamburg

Daniela Westberg-Heuer (38, Hebamme) und Julia Steinbach (43, Marketingfachfrau) haben 2016 gemeinsam ihr Unternehmen „Kaiserschlüpfer” gegründet, um den „Frauen ein wenig das Leben zu erleichtern”. Nach einer Kaiserschnittgeburt im Jahre 2015 war für Julia der Druck auf ihre OP-Narbe kaum auszuhalten. Herkömmliche Kleidung und Wäsche war für die Hamburgerin nur mit Schmerzen tragbar und so entwickelte sie gemeinsam mit ihrer Hebamme Daniela einen speziellen Slip, der auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist, die gerade per Kaiserschnitt entbunden haben.

Die Höhle der Löwen (7): Kichererbsen Fritten und kindersicheres Internet

Daniela Westberg-Heuer (l.) und Julia Steinbach Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Der „Kaiserschlüpfer” schützt und kühlt die Naht durch eine integrierte Tasche, in die ein Kühlpad eingelegt werden kann. Der Bauch wird durch den hohen Stützbund optimal gehalten und drückt somit nicht von oben auf die frische Narbe. Bereits kurze Zeit später entwickelten die beiden Gründerinnen sechs weitere Produkte, den Slip „Warme Tage” und „Warme Tage Hipster” bei Regelbeschwerden. Den „Bauchschmeichler” nach der Spontangeburt oder als bequeme Shapewear.

Die Schwangerschaftsslips „Bauchgefühl” und „Rückenschmeichler Mama” mit angenehmer Wärme im Rücken. Und den „Rückenschmeichler” bei Rücken- und Regelbeschwerden. Bisher verkaufen sie ihre Produkte hauptsächlich über ihren Online-Shop, möchten jetzt aber auch in den stationären Handel. Um die nötige Vertriebsstruktur auszubauen, benötigen die Hamburgerinnen 100.000 Euro und bieten den „Löwen” dafür 15 Prozent an ihrem Unternehmen an.

Frittenlove aus Backnang

Sternekoch und „Frittenlover” Sascha Wolter war beruflich viel in der Welt unterwegs, bis er sich 2010 mit seinem eigenen Restaurant selbständig machte. 2011 erhielt er einen der begehrten und renommierten Michelin-Sterne, weitere Preise folgten. „Doch eines Tages kam er auf die verrückte Idee, alles aufzugeben und nur noch Fritten zu machen”, erzählt seine Frau Ina Wolter. „Nachdem wir 2015 unser Konzept zum Steakhouse Deluxe umgewandelt haben, waren wir auf der Suche nach einer kreativen Alternative zur herkömmlichen Kartoffelpommes”, so Sascha Wolter.

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Ina und Sascha Wolter aus Backnang Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Aber außer der Süßkartoffelpommes war nichts zu finden und so begann der 36-Jährige selbst zu experimentieren. Dabei sind mittlerweile drei Produkte herausgekommen: „Kartoffelrösti Fritten”, „Kichererbsen Fritten” und „Black Truffel Fritten”. Ihren Restaurantbetrieb hat das Ehepaar Wolter eingestellt und sie konzentrieren sich seit über einem Jahr auf die Produktion und den Vertrieb ihrer Produkte. „Frittenlove” wird nicht mehr Portionsweise verkauft, sondern die Menge bewegt sich bereits im Tonnenbereich.

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V.l.: Carsten Maschmeyer, Dr. Georg Kofler, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl und Ralf Dümmel Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Zu ihren Abnehmern gehört der Großhandel, der die Gastronomiebranche beliefert. Mit einem Investment von 60.000 Euro wollen Sascha und Ina vor allem die Produktionskapazita¨ten erho¨hen und die Produktionskosten senken sowie die Marketingaktivitäten ausbauen. Sind zehn Prozent der Firmenanteile ein schmackhaftes Angebot für die „Löwen”?

Privalino aus Frankfurt

Gerade Kinder sind im Internet zahlreichen Gefahren wie Cyber-Grooming, Sextortion, Sexting und Cyber-Mobbing ausgesetzt. „Jedes zehnte Kind wird online belästigt”, so Dr. Nicolai Erbs (33). „Oft beginnt es mit einen einfachen ‚Hi’ in einem Online-Chat. Die sogenannten Cyber-Groomer versuchen die Kinder anzusprechen, das Vertrauen der Kinder zu gewinnen, versuchen Fotos und Videos zu tauschen und im schlimmsten Fall versuchen sie sogar Treffen mit den Kindern zu vereinbaren.”

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Wird Investor Carsten Maschmeyer diese Idee unterstützen? Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Patrick Schneider (29) arbeitet er seit 2015 an der Idee, Kinder vor diesen Gefahren zu bewahren. Mit „Privalino” haben die Gründer einen kindersicheren Instant Messenger entwickelt, der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren in der Online-Kommunikation schützen soll.

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Dr. Nicolai Erbs (l.) und Patrick Schneider aus Duisburg Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

„Bei uns arbeitet im Hintergrund ein komplexer Algorithmus”, erklärt Patrick Schneider. „Die künstliche Intelligenz bei ‚Privalino’ analysiert den Schreibstil der Chat-Partner und kann so gefährliche Muster erkennen.” Besteht ein hinreichender Verdacht, dass der Chat-Partner ein Cyber-Groomer ist, warnt „Privalino” das Kind. Bei mehreren gefährlichen Nachrichten werden auch die Eltern kontaktiert und der Chat unterbrochen.

Weitere Sicherheitsfeatures sind, dass keine Fotos oder Videos gesendet werden können, es sei denn die Eltern haben den Chat-Partner auf eine sichere Liste gesetzt, außerdem sollen die jungen Nutzer nicht mit vulgärer Sprache konfrontiert werden und schlimme Schimpfwörter werden dementsprechend rausgefiltert. Um die Welt der Kinder sicherer zu machen benötigen die Gründer aus Duisburg 250.000 Euro und bieten im Gegenzug 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Kuchentratsch aus München

Katharina Meyer (28) und Anna Bründermann (34) servieren den „Löwen” selbst gebackenen Kuchen – und das von Oma Anni und Opa Norbert. „Kuchentratsch“ ist ein soziales Start-up, bei dem mittlerweile über 35 Seniorinnen und Senioren leckeren Omakuchen backen. Gemeinsam stehen sie in der Münchner Backstube, können neue Kontakte knüpfen und sich gleichzeitig etwas zur Rente dazu verdienen. „Ich gehe gerne zu ‚Kuchentratsch’, weil Jung und Alt zusammenarbeiten und wir unsere Ideen austauschen können”, erzählt Oma Anni begeistert und Opa Norbert ergänzt:

Die Höhle der Löwen (7): Kichererbsen Fritten und kindersicheres Internet

Katharina Meyer (2.v.l.) und Anna Bründermann (r.) aus München Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

„Das Tolle an ‚Kuchentratsch’ ist die optimale Verbindung zwischen dem sozialen Engagement und dem ökonomischen Interesse. Ich gehe jedes Mal mit voller Freude zu ‚Kuchentratsch’ zum Backen. Zusammen mit den Seniorinnen und dem jungen Team machen wir auch das, was in dem Namen drinsteht: Tratschen.”

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Die Investoren Ralf Dümmel und Judith Williams testen das Angebot selbst.  Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die leckeren Omakuchen werden an Münchner Cafés und über den eigenen Onlineshop an Firmen und Privatkunden geliefert. Damit noch mehr Menschen in den Genuss von dem köstlichen Kuchen kommen, benötigen die Gründerinnen die Unterstützung der „Löwen”. Mit dem Investment von 100.000 Euro sollen die Versandverpackung und der Onlineshop optimiert werden, als Beteiligung bieten Katharina und Anna zehn Prozent des Unternehmens. Wird den „Löwen” bei diesem Start-up das Herz aufgehen?

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