Montag, 22. April 2013 12:30 Uhr

Die Hoeneß-Affäre bescherte Günther Jauch eine Traumquote

Der Fall Uli Hoeneß hat der ARD-Talkshow ‚Günther Jauch‘ am Sonntagabend die beste Einschaltquote seit Sendestart eingebracht.

6,67 Millionen Zuschauer (Marktanteil 23,0 Prozent) schalteten die Talkrunde zum Thema ‚Vom Saubermann zum Steuersünder‘ über die Steueraffäre um 21.45 Uhr ein. Daran nahmen unter anderem Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD), Komiker Oliver Pocher und Sportreporter Dieter Kürten teil.

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Seit der ‚Günther Jauch‘-Talk im September 2011 auf Sendung ging, war die Quote noch nie so gut. Die Sendung profitierte vermutlich auch ein wenig davon, dass sie nach dem Kölner ‚Tatort‘ lief. Der Krimi mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär war mit 10,27 Millionen Zuschauern (28,6 Prozent) die beliebteste Sendung des Abends.

Unterdessen äußerte sich auch Rudi Völler – Sportdirektors beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen – auf dem Sender Sky über die Selbstanzeige von Uli Hoeneß: „Im ersten Moment ist man natürlich geschockt, aber dann muss man sich fangen. Vor allem weil das eine Privatangelegenheit ist, man die Fakten nicht kennt, und vor allen Dingen wenn man Uli Hoeneß als ganz großen Menschen kennengelernt hat. Da muss man sich zurückhalten. Ich glaube nicht, dass sich Bayern in der jetzigen Verfassung davon beeindrucken lässt. Natürlich beschäftigt man sich damit, aber ich glaube sogar, dass die Mannschaft noch mehr Gas gibt und für Uli Hoeneß spielt.“

Joachim Poß, SPD, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, sagte zur Steueraffäre um Uli Hoeneß gegenüber ntv: „Ich glaube, dass Uli Hoeneß ein anderes Problem hat: Er hat eine hohe moralische Fallhöhe, weil er ja aufgetreten ist als ehrlicher Steuerzahler; hat er ja selbst betont, dass er das für das Gemeinwesen tut, und es hat sich herausgestellt, dass dieses Bild, das er von sich gezeichnet hat, nicht stimmte, dass das eine Maske war. Die ist jetzt gefallen und inzwischen ist er in meinen Augen ein tragischer Held – er scheint es nur noch selbst nicht zu wissen.“

Nach einer Selbstanzeige im Januar ermittelt Berichten zufolge die Staatsanwaltschaft gegen Hoeneß. Der 61-jährige Präsident des FC Bayern München (auf dem Foto mit Bruder Dieter Hoeneß) bestätigte dem Magazin Focus, die Ermittlungen hingen „mit einem Konto von mir in der Schweiz zusammen“. (dpa/KT) 041

Foto: WENN.com

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