Mittwoch, 6. Juli 2011 17:53 Uhr

„Die letzte Loveparade“: Adolf Sauerland entschuldigt sich

Köln. „Es hätte von mir kommen müssen“, sagt Adolf Sauerland in die Kamera.“ Die Übernahme moralischer Verantwortung, sich bei den Angehörigen der Opfer zu entschuldigen. Das ist so. Im Nachgang weiß ich es. Es tut mir auch unendlich leid, dass ich es nicht sofort getan hab, sondern dass so viel Zeit vergangen ist, bis das passieren konnte.“

Fast ein Jahr ist es her, dass am 24. Juli 2010 bei der Loveparade, der größten Technoparty Europas, in Duisburg 21 Menschen gestorben sind, 500 wurden verletzt.

Eine WDR/ARD Dokumentation hat die Angehörigen der Opfer und die Verantwortlichen der Loveparade Adolf Sauerland und Rainer Schaller ein Jahr lang begleitet. Im Film gesteht Duisburgs Oberbürgermeister nun zum ersten Mal Fehler bei der Aufarbeitung der Katastrophe ein.

„Ich habe mir immer gesagt: Du musst so lange durchhalten, bist du allen zeigen kannst, dass diese Katastrophe nicht durch dein Verhalten entstanden ist“, erklärt Adolf Sauerland. Er habe am Anfang das Gefühl gehabt, wenn er sich entschuldige werde er automatisch für das Unglück verantwortlich gemacht. „Und das hat dazu geführt, dass man sprachlos wird.“

Die Autoren des Films haben das geschafft, was im Jahr nach dem Unglück keinem anderen gelungen ist – sie haben beide Seiten über Monate begleitet, Opfer und Verantwortliche der Veranstaltung, beim Versuch, die Katastrophe zu überstehen.

„Die letzte Loveparade“ läuft am 13.7.2011, 23.30 Uhr in der ARD und am 20.7.2011, 20.15 Uhr im WDR.

Fotos: ARD

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