Samstag, 2. Februar 2019 20:13 Uhr

Die Neue im „Tatort“: Florence Kasumba haut auch richtig zu!

Maria Furtwängler (Charlotte Lindholm), Florence Kasumba (Anais Schmitz). Foto: NDR/Christine Schroeder

Florence Kasumba ist die Neue im ‚Tatort‘ und wird am Sonntag erstmals zu sehen sein. Wer meint, die Schauspielerin schon irgendwo mal gesehen zu haben liegt richtig. Die mit 42 Jahren erste schwarze Kommissarin in der ARD-Krimireihe war in den Hollywood-Produktionen „The First Avenger: Civil War‘, ‚Wonder Woman‘, ‚Black Panther und ‚Avengers: Infinity War‘ zu sehen. Wir stellen Kasumba vor.

Die Neue im "Tatort": Florence Kasumba haut auch richtig zu!

Maria Furtwängler (Charlotte Lindholm), Florence Kasumba (Anais Schmitz). Foto: NDR/Christine Schroeder

Ihr Tatort-Charakter Anaïs Schmitz

Ihr Selbstbewusstsein und ihr Standing im Polizeipräsidium Göttingen hat sich Kriminalkommissarin Anaïs Schmitz hart erarbeitet. Die Eltern flohen mit ihr aus Uganda und landeten im Ruhrgebiet. Bochum, ein Kulturschock.

Anaïs wuchs mehr oder weniger auf der Straße auf. Ohne Exoten-Bonus wurde sie genauso oft verprügelt wie die anderen Kinder. Aber sie hatte Talent: Sport, Tanz und Gesang. Der Traum von einer Showkarriere platzte, als ihre Eltern nach Afrika zurückkehrten– und sie alleine zurück ließen. Ihr ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit brachte sie an die Polizeiakademie Hiltrup.

Doch das weltoffene Klima der Landespolizeidirektion schlug schon kurz nach ihrem Abschluss um. Da fing es an mit den Aggressionsschüben (die gleich in der ersten Folge mit Kasumba auch Kollegin Maria Furtwängler zu spüren bekommt).

Anaïs wechselte die Dienststellen und kam nach Göttingen – Gebrüder Grimm, Märchen, ein Präsidium bevölkert von gestiefelten Katern und Fröschen. Einen von ihnen, den Rechtsmediziner Nick Schmitz, warf sie erst ein paarmal gegen die Wand. Dann wurde er ihr Prinz.

Die Neue im "Tatort": Florence Kasumba haut auch richtig zu!

Foto: NDR/Christine Schroeder

Kasumbas Karriere

Florence Kasumba wurde 1976 in Kampala (Uganda) geboren und verbrachte ihre Kindheit in Essen. Nach dem Abitur studierte sie Schauspiel, Gesang und Tanz an der „Fontys Hoogeschool voor de Kunsten Tilburg“ in den Niederlanden, wo sie 2001 auch in einer ersten Filmrolle („Ik ook van Jou“) zu sehen war.

Die Neue im "Tatort": Florence Kasumba haut auch richtig zu!

Foto: NDR/Christine Schroeder

Nach ihrem Abschluss spielte die Essenerin in zahlreichen deutschen und österreichischen Musical-Produktionen wie „Chicago“, „Der König der Löwen“, „West Side Story“, „Evita“, „Die Schöne und das Biest“ sowie die Hauptrolle in Elton Johns „Aida“ und im deutschen Premieren-Cast von „Mamma Mia“. 2005 sah man Florence Kasumba mit der „Tatort“-Episode „Ein Tod aus Afrika“ (Regie: Andreas Prochaska) das erste Mal im deutschen Fernsehen.

Eine Hauptrolle hatte sie 2011 im „Tatort: Der illegale Tod“ (2011, Regie: Florian Baxmeyer). Es folgten Rollen in vielen weiteren „Tatort“-Folgen, Krimiserien und etlichen Fernsehfilmen wie z. B. „Kongo“ (2010, Regie: Peter Keglevic, Produzent: Christian Granderath) – und nun als Ko-Ermittlerin fest an Maria Furtwänglers Seite als „Tatort“-Kommissarin Anaïs Schmitz.

Die Neue im "Tatort": Florence Kasumba haut auch richtig zu!

Foto: Becher/WENN.com

Zahlreiche Hollywood-Produktionen

Seit Oktober 2018 ist Florence Kasumba in der zweiten Staffel der preisgekrönten Serie „Deutschland 86“ (2018, Regie: F. Cossen u. A. Feldhusen) zu sehen.

Florence Kasumba hat zudem in zahlreichen internationalen Kinofilmen mitgespielt. Diese sind z. B. „The Quest“ (2014, Regie: Bertram van Munster) , „Dominion“ (2015, Regie: u.a. Robert Mandel), „Captain America – Civil War“ (2016, Regie: Anthony u. Joe Russo), „Emerald
City“ (2017, Regie: Tarsem Singh), „Wonder Woman“ (2017, Regie: Patty Jenkins), „Black Panther (2018, Regie: Ryan Coogler) und „Avengers: Infinity War“ (2018, Regie: Anthony u. Joe Russo). Aktuelles Projekt ist die Stimme der Hyäne Shenzi in „The Lion King“ (2019, Regie: Jon Favreau).

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