Dienstag, 19. Januar 2010 11:21 Uhr

Die Wahrheit hinter Charlotte Roches Weggang von „3 nach 9“

Nach nur fünf Shows mit Giovanni di Lorenzo verlässt bekanntlich Moderatorin Charlotte Roche die TV-Talkshow „3 nach 9“. Demnach habe Roche dem Sender noch vor der letzten Show mitgeteilt, vorzeitig gehen zu wollen. Der Grund seien unterschiedliche Auffassungen. Offenbar gibt es aber inoffiziell einen anderen: So habe es in den letzten Wochen vermehrt Protestbriefe der Zuschauer gegeben, in denen die massive Ablehnung gegenüber der 31-Jährigen deutlich wurde. Dies habe der Moderatorin und  Bestsellerautorin schwer zugesetzt. Charlotte Roche ist mit ihrem teils naiven, mal provokant wirkenden Moderationsstil fernab der Gewohnheiten des sonst so gemütlichen Fernsehklassikers mit entsprechendem Publikum.

Mit dem Ziel auf Verjüngungskur zu gehen, engagierte die kleinste ARD-Anstalt medienwirksam die junge Moderatorin und Autorin des Bestseller-Romans ‚Feuchtgebiete‘.

Doch nach nur vier Monaten endet das Experiment mit der mit 35 Jahren dienstältesten Talkshow des deutschen Fernsehens und beide Seiten werden sich neu orientieren müssen. Dabei vertut der Sender eine große Möglichkeit, der Sendung neuen Esprit zu verleihen und anvisierte Altersgruppen zu erreichen. Eine Person wie Charlotte Roche polarisiert, muss polarisieren, und man hätte der Entwicklung der beiden unterschiedlichen Moderatoren mehr Zeit einräumen müssen. Stattdessen lässt sich der Sender von Briefen beirren, die sich an der mädchenhaften, piepsigen Stimme erregen. So also sieht modernes Fernsehen aus.

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Foto: Radio Bremen

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