14.10.2020 14:40 Uhr

Diese fünf Biohacks sind für jeden nützlich

Wer mit seinem Leistungslevel unzufrieden ist, kann mit einfachen Methoden den eigenen Körper optimieren. Diese fünf Biohacks lassen sich täglich anwenden.

©Massine

Sonne tanken, Intervallfasten oder ein Eiswasserbad nehmen: Biohacking ist in aller Munde und soll dabei helfen, den eigenen Körper besser zu verstehen und leistungsfähiger zu machen. Für Max Gotzler, Autor von „Der tägliche Biohacker“, steht körperliche und mentale Gesundheit an erster Stelle. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät er seine fünf liebsten Biohacks.

Wie die Sphinx die Morgensonne aufnehmen

„Sonnenlicht ist mit der wichtigste Signalgeber für unsere innere Uhr und bringt viele hormonelle Prozesse in eine gesunde Balance. Außerdem eignen sich besonders die roten Wellenlängen des Morgenlichts dazu, um die Haut auf die spätere, stärkere UV- Belastung vorzubereiten und bereits entstandene Schäden zu reparieren. Wer sich dazu barfuß ins feuchte Gras im eigenen Garten begibt, stellt eine direkte Verbindung zwischen den elektrischen Energien und Frequenzen der Erdoberfläche und des Körpers her.

Eine einfache Übung für eine morgendliche Ladung Sonnenlicht ist die Sphinx! Ja, richtig, ich spreche von der Statue, die sich im ägyptischen Wüstensand majestätisch gen Osten streckt. Die Strahlen der aufgehenden Sonne sind wohltuend für den Körper und die innere Uhr. So geht’s: Einfach am Morgen nach draußen begeben und auf allen Vieren Richtung Sonnenaufgang blicken.“

Den Kopf ins Eiswasser tauchen

„Wenn wieder einmal der Kopf brennt und man vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht, dann lohnt es sich, buchstäblich einmal unterzutauchen. Wer sein Gesicht in kaltes Wasser taucht, aktiviert damit seinen Vagusnerv. Er ist der komplexeste und größte Nerv des Parasympathikus und verbindet das Gehirn mit fast allen wichtigen Organen, wie auch dem Herzen und der Lunge. Ein hoher Vagustonus bedeutet, dass sich der Körper nach Stress besser entspannen kann. Noch dazu ist es einfach anzuwenden: Eine Schüssel mit kaltem Wasser und ein paar Eiswürfeln füllen und das Gesicht darin eintauchen. Dann so lange unter Wasser bleiben, bis der Atemreflex einsetzt und man wieder Luft holen musst.“

Visualisierung

„Visualisierung ist ein mächtiges Instrument, auf das ich schon während meiner Basketballtage häufig zurückgegriffen habe. Indem ich mental die einzelnen Schritte einer Bewegung durchlief, zum Beispiel, wenn ich einen Freiwurf treffen wollte, prägte ich mir den Bewegungsablauf ein und konnte ihn bereits kurz darauf besser durchführen. Genauso funktioniert es, Arbeitsschritte oder potenzielle Antworten auf Fragen in einem Vorstellungsgespräch im Kopf durchzugehen, bevor man zur Tat schreitet. Damit vermeidet man Unklarheiten, die man sonst im Nachgang korrigieren muss. Während der Visualisierung von Abläufen werden dieselben neuronalen Netzwerke aktiviert wie in der realen Situation. Dieses Werkzeug ist so mächtig, dass man allein durch die Visualisierung von gewissen Trainingsabläufen das Muskelwachstum anregen kann.“

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Im Intervall fasten

„Die richtige Ernährungsweise ist sehr individuell. Was aber beinahe für jeden funktioniert, ist, bestimmte Essensfenster zu etablieren und dazwischen temporär zu fasten. In zahlreichen Studien wurde immer wieder gezeigt, dass sich auch kurze Fastenperioden positiv auf den Energiestoffwechsel, die Fähigkeit zur Stressbewältigung und sogar auf das Erinnerungsvermögen und das Arbeitsgedächtnis auswirken können. Ein einfacher Weg, um Intervallfasten einmal auszuprobieren, ist, ein bis zwei Tag in der Woche das Essensfenster auf acht Stunden zu beschränken und in den verbleibenden 16 Stunden zu fasten.“

Der 90-Sekunden-Emotionen-Tausch

„Wenn man feststellt, dass man sich unwohl fühlt, gibt es eine einfache Methode, um negative Emotionen innerhalb 90 Sekunden mit positiven zu ersetzen. Das hat die Neurowissenschaftlerin Jill Bolte Taylor während ihrer achtjährigen Genesung nach einem schweren Schlaganfall herausgefunden. Taylor erkannte, dass ihre Emotionen 90-sekündige Schleifen durchliefen.

So wendet man die Methode an: Wenn man spürt, wie eine negative Emotion wie Angst aufkommt, einfach für 90 Sekunden auf den Sekundenzeiger einer Uhr schauen. Dazu mit dem inneren Auge die physiologische Reaktion beobachten, die gerade abläuft, während man auf die Zeit achtet. Nach 90 Sekunden ist die Reaktion zu Ende und man kann eine neue positive Emotion etablieren.“

(eee/spot)

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