11.09.2020 16:42 Uhr

Diese „Ladykracher“-Figuren bereut Anke Engelke heute

Anke Engelke zeigt sich in einem Interview nachdenklich über einige ihrer bekanntesten Rollen. Zwar sei sie nicht empört über sich, aber traurig. Sie habe damals nicht gesehen, dass das nicht in Ordnung ist.

imago images/Future Image

Auch Anke Engelke (54) hat dazu gelernt und reflektiert in einem Interview mit dem Magazin „Spiegel“ ihre alten Rollen. Dabei gibt die Schauspielerin und Komikerin offen zu, dass sie einige ihrer beliebtesten Charaktere, wie zum Beispiel Ricky mit dem Popsofa, sogar ein wenig bereut: „Ich würde mich nicht mehr dunkel schminken lassen. Und ich würde viele ‚Ladykracher‘-Figuren nicht mehr spielen, zum Beispiel keine Asiatinnen mehr.“ Sie sei heute zwar nicht empört über sich selbst, aber traurig, dass sie damals nicht gesehen habe, dass das nicht in Ordnung ist.

Ebenso spricht Engelke offen über ihre einst gefloppte Talk-Show „Anke Late Night“ aus dem Jahr 2004. Sie habe sich damals schlecht gefühlt, alles sei ihr wie eine Lüge vorgekommen, weil sie in ihrer Rolle als Late-Night-Host niemanden spielte: „Das kam aber nicht von mir, sondern von Autoren – das habe ich nicht gut verpackt bekommen für mich. Denn ich stand da nicht als Schauspielerin. Ich stand da als Anke.“ Das habe sie erst zu spät kapiert.

Neue Netflix-Serie ab 17. September

In ihrem nächsten Projekt schlüpft Engelke in der Netflix-Serie „Das letzte Wort“ (ab 17. September verfügbar) in die Rolle einer Trauerrednerin, die einen eigenen Schicksalsschlag verdauen muss. Engelke selbst nahm aus den Dreharbeiten viel mit, da die Miniserie nur augenscheinlich vom Tod handelt: „Ich hatte wirklich diese Erkenntnis, dass ich nur etwas an meinem Leben ändern kann.“ Das solle nicht künstlich aufgeblasen wirken, wie eine Erleuchtung und „auch nicht banal wie eine Zeile aus einem Helene-Fischer-Song“.

Ihr sei vor allem ein Gedanke geblieben: „Dass es zwar erst mal vor allem um den Tod geht, wenn ein Mensch stirbt und plötzlich weg ist.“ Die anderen müssten aber ja dableiben: „Müssten wir uns nicht vor allem um die kümmern? Am Tod können wir nichts ändern, nur am Leben.“

(dr/spot)

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