Freitag, 6. Januar 2012 09:17 Uhr

Dieter Bohlen stellt nochmal klar: „Ich bin nicht der nette Onkel“

Köln. Dieter Bohlen spricht. Eigentlich gibt er nie Interviews, aber seiner Haus- und Hofpostille gerne. Die läßt den 57-jährigen Egozentriker heute mit den Säbeln rasseln und erneut klarstellen: ich bin der Größte!

Bohlen erklärte: „Ich habe meinen Charakter, bin über 30 Jahre im Musikgeschäft und kann eines nicht ab: Verlogenheit. Ich bin nicht der nette Onkel und will es auch nicht sein.“

Auf den Vorwurf, dass Kollegen seine Auslassungen gerne einen „menschenverachtenden Gestus“ nennen, entgegenete der Hamburger Produzent dem Blatt: „Das ist leider blinde Hilflosigkeit, weil sie unseren Erfolg nicht verstehen und sonst keine Argumente haben. Wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann er es gerne behalten – es ist ja seins. Ich ärger die Kritiker so lange, bis sie weinen oder aufgeben. Ich plädiere für Ehrlichkeit und klare Worte. Bei uns gibt es Gegenwind, wie überall im Leben.“

Und Bohlen erklärt uns Deppen nochmal den Unterschied von „Deutschland sucht den Superstar“ zu anderen Castingshows im deutschen Fernsehen. DSDS sei „eben nicht so eine Show, in der größtenteils schon bekannte Sänger auftreten, die zwar eine schöne Stimme haben, aber eigentlich schon Profis mit Hits waren. Wir geben allen eine Chance. Wir haben bis jetzt ungefähr 250?000 Menschen vorsingen lassen. Alleine für die aktuelle Staffel gab es fast 36.000 Bewerber. 80 oder 90 Prozent davon sind blutige Anfänger. Wir zeigen einen Querschnitt aus allem, was sich beworben hat. Da sind große Talente dabei oder absolute Blindgänger. Und das sag ich dann auch.“

Dieter Bohlen bemüht wieder Marktanteile und Zuschauerzahlen, um die Kritik an DSDS anzubügeln: „Wir sind das Original. Keine Castingshow in Deutschland wird so viel geguckt wie ,DSDS‘: 32 Prozent Marktanteil und 6,5 Millionen im Schnitt. Weil wir Samstag für Samstag die Leute unterhalten, ja das will ich: unterhalten.“

Die neue Runde von DSDS startet am Samstagabend auf RTL mit dem Zusammenschnitt der ersten Castings.

Gleich in der ersten Sendung liegt die Jury unterm Pult, während eine Kandidatin singt, und wird von einem ‚Partyboy‘ in String-Tanga ums Pult gejagt. Bruce Darnell wird von Dieter zum Notenständer gemacht und weint bei einem Kandidaten seine ersten Tränen (Kommentar Bohlen: „Wenn Bruce weint, heißt das Ja!“).

Schüler Marcello Ciurlia rockt mit Highway to Hell den Jurysaal, dem gutaussehenden Maurer Luca Hänni (16) aus der Schweiz fällt beim Casting die Gitarre aus der Hand und Dieter Bohlen hält wie immer mit seiner Meinung nicht hinterm Berg: „Wir suchen einen Vulkanausbruch und keine Furzfontänen“, „Du hast weniger Töne getroffen, als ein peruanischer Nackthund Haare am Arsch hat“. Nix Neues also.

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius

Alle Infos zu „Deutschland sucht den Superstar“ im Special bei RTL.de

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