Samstag, 3. November 2018 11:42 Uhr

Dieter Hallervorden dreht „Mein Freund, das Ekel“

Dieter Hallervorden, inzwischen 83 Jahre jung, dreht einen neuen Film, eine Tragikomödie. Er gibt einen echten Grantler, der seine Mitmenschen terrorisiert.

Trixi Kuntze (Alwara Höfels), Olaf Hintz (Dieter Hallervorden). Foto: ZDF/Conny Klein

Der Schauspieler hat mal wieder eine Paraderolle ergattert. In der Tragikomödie „Mein Freund, das Ekel“ gibt der Berliner Schauspieler einen alten Tyrannen und Misanthropen, wie das ZDF mitteilte.

Darum geht’s

Olaf Hintz ist ein Ekel, und er behandelt alle gleich – nämlich mies. Insbesondere seine Schwester Elfie, mit der er seit dem Tod seiner Frau in einer 120-Quadratmeter-Wohnung zusammenlebt und die sich um ihn kümmert. Bis sie es eines Tages Leid ist und sich auf eine lange Kreuzfahrt begibt. Da Hintz im Rollstuhl sitzt und versorgt werden muss, hat Elfie mittels einer Online-Plattform für Ersatz gesorgt: Die alleinerziehende, mittellose Trixi (Alwara Höfels) zieht samt ihrer drei Sprösslinge Sean (Lior Kudrjawizki), Murat (Julius Gabriel Göze) und Afia (Latisha Kohrs) bei Hintz ein. Trixi muss zum Überleben mit mehreren Jobs jonglieren und überlässt die Versorgung des Alten ihren Kids, denen der reaktionäre Senior sogleich den Krieg erklärt.

Als Hintz Murat beim Klauen erwischt, setzt er alle vor die Tür. Von einer Anzeige gegen Murat sieht der Pensionär jedoch ab und lässt die Familie unter der Bedingung wieder einziehen, dass Murat ab sofort das Schule schwänzen lässt und unter seiner Aufsicht büffelt. Nach und nach findet „das Ekel“ heraus, dass der Junge musikalisch hoch talentiert ist und warum Trixi so schlecht bezahlte Jobs hat: Sie hat keinen Schulabschluss und kann nicht lesen. Jetzt ist der alte Pauker in Hintz endgültig geweckt. Doch mit Unterricht allein sind Trixis Probleme nicht zu lösen.

Regie bei „Mein Freund, das Ekel“ führt Marco Petry. Der Sendetermin steht noch nicht fest. Zuletzt hatte Hallervorden mit Filmen wie „Sein letztes Rennen“, „Ostfriesisch für Anfänger“ oder „Honig im Kopf“ als Charakterdarsteller von sich reden gemacht. (KT/dpa)

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