DJ-Dinosaurier Westbam übers DJing: „Es werden eher zu wenig Drogen genommen“

11.07.2013 14:53 Uhr

Der 48-jährige Produzent und DJ Westbam zählt zweifelsfrei zu den Dinosauriern der DJs und zu einem der berühmtesten der ersten Stunde.

Schon in den 80ern wirkt Westbam als einer der Pioniere der Acid-und EBM-Bewegung in West-Berlin.

Nun verglich der Musiker, der gerade ein neues Album am Start hat, in einem Interview mit dem ZEITmagazin das Leben eines modernen Musikers mit dem eines Geschäftsreisenden, bei dem alles „kalkuliert und durchorganisiert“ sei.

Für Westbam würde es dann auch eher „irgendwie unromantisch. Es gibt ein Maß von Nüchternheit, wo ich mich frage, was das noch zu tun hat mit dem rauschhaften Zustand einer Party.“ Daher meint Westbam: „Meine Kritik am DJing von heute ist nicht, dass zu viele Drogen genommen werden, sondern eher zu wenig.“

Der 48-Jährige kritisiert in dem Gespräch mit dem Blatt auch die Veränderungen im Musikgeschäft: „Bis Ende der neunziger Jahre konnten wir das als eine dufte Truppe betreiben. Heute geht das nicht mehr, da ist man gezwungen, erst mal ein Wirtschaftsunternehmen zu sein,“ so der Musiker, der mit bürgerlichen Namen Maximilian Lenz heißt.

Vor allem die moderne Technik und das Internet, „aus dem man sich alles runterladen kann“, führe dazu, „dass man mit kleinsten Gewinnmargen rechnen muss“.

Fotos: Universal Music, WENN.com