05.09.2020 09:32 Uhr

Donald Trump bezeichnete gefallene Soldaten als Loser

Mit dieser Aussage könnte sich US-Präsident Donald Trump unter seinen Wählern für Unfrieden sogar. Wie ehemalige Mitarbeiter jetzt verrieten betitelte er die im ersten Weltkrieg gefallenen, amerikanischen Soldaten als Verlierer.

imago images / UPI Photo

Immer wenn man denkt, dass Donald Trump (74) einen nicht mehr schockieren kann, haut er ein neues Ding raus. Dieses Mal machte er sehr kontroverse Aussage zu gefallenen Soldaten.

Denn anders als es in den USA üblich ist, bezeichnete er die Verstorbenen nicht als Helden, sondern als Loser. Allerdings nur hinter vorgehaltener Hand, versteht sich.

Vier ehemalige Mitarbeiter packen aus

Als Präsident Donald Trump 2018 einen Besuch auf dem Amerikanischen Friedhof Aisne-Marne in der Nähe von Paris absagte, machte er Regen für die Entscheidung in letzter Minute verantwortlich und sagte, dass „der Hubschrauber nicht fliegen könne“ und dass der Geheimdienst ihn nicht dorthin fahren würde. Die amerikanische Zeitschrift „The Atlantic“ will nun rausgefunden haben, dass beide Behauptungen nicht stimmten.

Gleich vier geheime Quellen sollen den Journalisten erzählt haben, dass Trump am Morgen des geplanten Besuchs sagte: „Warum sollte ich auf diesen Friedhof gehen? Er ist voller Verlierer.“

Kein Respekt für Soldaten

Die Geschichte klingt insofern glaubwürdig, als dass es sich nicht um Trumps ersten Kommentar in diese Richtung handelt. Während des Vorwalhkampfs 2015  machte er sich bereits über seinen republikanischen Parteikollegen John McCain lustig.

Der verstorbene Senator verbrachte mehr als fünf Jahre als Kriegsgefangener in Vietnam. Für Trump macht ihn das aber nicht zum Kriegshelden, denn er „mag Menschen, die nicht gefangen genommen wurden.“

Trump hatte Angst um seine Haare

Zudem soll er schlichtweg keine Lust auf den Besuch gehabt haben, weil er befürchtete, dass das unruhige, regnerische Wetter seine Haare zerzausen könnte.Auch das klingt leider realistischer als die Aussage, dass sein eigener Geheimdienst ihn nicht zu dem Friedhof hätte fahren können.

Seine respektlose Verhalten könnte dem Präsidenten jetzt endgültig das Genick gebrochen haben. Auf Twitter trendet seit der Veröffentlichung des Artikels der Hashtag #trumphatesveterans.

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Trump schießt auf Twitter zurück

Wie man es von ihm gewohnt ist, lässt der Präsident solche Vorwürfe nicht lange auf sich sitzen. Wie immer ging er über Twitter in den Gegenangriff. Er schrieb:

„Das Atlantic Magazine liegt im Sterben wie die meisten Zeitschriften. Also erfinden sie eine falsche Geschichte, um eine gewisse Relevanz zu behalten. Die Geschichte wurde bereits widerlegt, aber das ist es, womit wir es zu tun haben. Genau wie diese Fake-Dossier-Artikel. Man kämpft und kämpft und kämpft, und irgendwann merken die Leute, dass es ein totaler Betrug war!“

Tatsächlich wurde die Geschichte noch nicht widerlegt. Der Autor und seine vier Quellen bleiben bei ihren Aussagen. Jetzt stellt sich die Frage, welche der beiden Seiten die Wahrheit sagt.

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