04.10.2020 11:37 Uhr

Donald Trump: Video aus dem Militärkrankenhaus

Der Zustand des US-Präsidenten soll sich extrem verschlechtert haben. Wie und ob er den Corona-Virus bekämpfen kann, soll sich in den kommenden 48 Stunden zeigen.

imago images / ZUMA Wire

Vor zwei Tagen teilte Donald Trump (74) über Twitter mit, dass seine Frau Melania (50) und er positiv auf das Corona-Virus getestet worden sein. Das Weiße Haus behauptete, dass das Staatsoberhaupt lediglich unter leichten Symptomen leide.

Nichtsdestotrotz wurde der Präsident gestern ins Krankenhaus eingeliefert. Dabei handele es sich aber um „eine reine Vorsichtsmaßnahme“. Es verwundert allerdings, dass die First Lady weiterhin im Weißen Haus verbleibt.

Kritischer Zustand

Eine anonyme Quelle spielte dem Presse-Pool des Weißen Hauses jetzt aber eine gänzlich andere Information zu. Der Gesundheitszustand von Trump soll sich binnen kurzer Zeit extrem verschlechtert haben, heißt es da u.a. laut CNN.

In der Nachricht hieß es: „Der Gesundheitszustand des Präsidenten in den letzten 24 Stunden war sehr besorgniserregend. Die kommenden 48 Stunden sind kritisch bezüglich dessen, wie es für ihn weitergeht. Wir können noch nicht sagen, dass er sich auf dem Weg der Genesung befindet.“

Wie glaubwürdig ist die Quelle?

Einige Medien fragen sich, wie ernst man diese Quelle nehmen kann. Die Identität dieser ist zu diesem Zeitpunkt unbekannt. Piers Morgan, ein langjähriger Freund von Trump und Journalist aus Großbritannien, twitterte allerdings, dass die Quelle der Stabschef Mark Meadows sei. Sollte dies stimmen, kann man der Quelle sogar eine sehr hohe Glaubwürdigkeit zukommen lassen.

Der Leibarzt von Donald Trump gibt laut dpa bislang keine Entwarnung – trotz „erheblicher“ Fortschritte. In einem in der Nacht zum Sonntag veröffentlichten Update erklärte der Arzt Sean Conley: „Während er noch nicht über den Berg ist, bleibt das Team vorsichtig optimistisch“. Fragen, ob der Präsident Sauerstoffzufuhr bekommt habe, wich er aus.

Donald Trump: Video aus dem Militärkrankenhaus

imago images / ZUMA Wire

Tweets aus dem Krankenbett

Gegen einen sehr kritischen Zustand des Präsidenten spricht, dass er weiterhin Tweets über seinen privaten Twitter-Account in die Welt schickt. Würde er zum Beispiel am Atemgerät hängen, könnte er wohl kaum noch tippen. Allerdings: Während seines TV-Duells mit Joe Biden wurden auch fleissig Tweets über seinen Account rausgeballert. Wer sagt also, dass Trump jetzt selber twittert?

In den vergangenen Monaten postete der Präsident am Tag durchschnittlich um die 40 Tweets. An manchen Tagen waren es sogar über 100. Seitdem er bekannt gab positiv getestet worden zu sein, gab es lediglich vier Mal Twitter-Posts vom Präsidenten.

Galerie

Video aus dem Militärkrankenhaus

Ohne Donald Trump das Schlimmste zu wünschen, sein Ableben würde dem Jahr 2020 eine unrühmliche Krone aufsetzen. 2020 war schließlich ein Jahr voller komplett unvorhersehbarer Ereignisse, bei dem eins unglaublicher war als das andere.

Doch wer darauf hofft, dass der Präsident seinen Stuhl auf diesem Wege räumen müsste, wird wohl enttäuscht. Der 74-Jährige meldete sich mit einem Video aus dem Militärkrankenhaus in Bethesda bei Washington. „Ich kam hier an und habe mich nicht so gut gefühlt“ und „ss geht mir viel besser“, erzählte er u.a. in dem vierminütigen Clip. Die „wahre Prüfung“ bei seinem Kampf gegen die Krankheit stünde aber noch bevor, dennoch er hoffe „bald zurück“ sein, um den Wahlkampf wieder aufnehmen.

„Ich muss mich wieder erholen. Wir müssen Amerika immer noch wieder groß machen. Wir haben bereits einen großartigen Job gemacht, aber wir müssen ihn beenden.“ Da isser wieder ganz der alte Trump.

Das könnte Euch auch interessieren