Mittwoch, 25. Juli 2018 23:37 Uhr

Donnersmarcks Drei-Stunden-Drama im Wettbewerb von Venedig

Der neue, mit Spannung erwartete Film des deutschen Oscar-Preisträgers Florian Henckel von Donnersmarck, „Werk ohne Autor“, geht ins Rennen um den Goldenen Löwen beim Filmfest in Venedig.

Donnersmarcks Dreistunden-Drama im Wettbewerb von Venedig

Foto: BUENA VISTA INTERNATIONAL / Pergamon Film / Wiedemann & Berg Film

Das Drama mit Tom Schilling, Sebastian Koch und Paula Beer tritt gegen Filme wie das Weltraumdrama „First Man – Aufbruch zum Mond“ von US-Regisseur Damien Chazelle oder wie den Netflix-Western „The Ballad of Buster Scruggs“ der Brüder Ethan und Joel Coen mit Tom Waits an. Das gab das Filmfestival am Mittwoch in Venedig bekannt.

Der drei Stunden lange Film von Henckel von Donnersmarck (Oscar für „Das Leben der Anderen“) kommt am 3. Oktober in die deutschen Kinos und feiert in Venedig Weltpremiere. Er handelt von Kindheitserinnerungen aus der Nazi-Zeit und während des DDR-Regimes. „In „Werk ohne Autor“ (siehe unsere Fotos) geht es um leidenschaftliche Liebe, um Kunst und um Geschichte – all das passt nach Venedig wie der Löwe auf den Markusplatz“, erklärte Henckel von Donnersmarck am Mittwoch.

Donnersmarcks Dreistunden-Drama im Wettbewerb von Venedig

Foto: BUENA VISTA INTERNATIONAL / Pergamon Film / Wiedemann & Berg Film

Eines der größten Filmfestivals

Das Filmfest von Venedig ist eines der wichtigsten Kinofestivals der Welt und läuft in seiner 75. Ausgabe vom 29. August bis zum 8. September. „First Man“ mit Ryan Gosling eröffnet das Festival. Regisseur Chazelle hatte mit „La La Land“ vor zwei Jahren das Filmfest eröffnet und dann mehrere Oscars gewonnen.

Im diesjährigen Wettbewerb laufen zudem „22 July“, ein Film von Paul Greengrass über den Attentäter Anders Breivik, der am 22. Juli 2011 in Norwegen mehr als 70 Menschen tötete, und das Musikdrama „Vox Lux“ mit Natalie Portman und Jude Law.

Donnersmarcks Dreistunden-Drama im Wettbewerb von Venedig

Foto: BUENA VISTA INTERNATIONAL / Pergamon Film / Wiedemann & Berg Film

Außerhalb des Wettbewerbs ist unter anderem das Filmmusical „A Star is Born“ mit Lady Gaga zu sehen – ein Remake des gleichnamigen Hollywoodklassikers von 1976 mit Barbra Streisand. Die Weltpremiere findet am 31. August statt. „Wir haben gesehen, dass Lady Gaga großartig singt, jetzt wissen wir auch, dass sie eine großartige Schauspielerin ist“, sagte Festivaldirektor Alberto Barbera.

Chef der Jury ist in diesem Jahr Regisseur Guillermo del Toro, der mit „The Shape of Water“ letztes Jahr den Goldenen Löwen von Venedig gewonnen hatte. (dpa/KT)

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