Von Vorspeise bis DessertDrei Rezepte für ein veganes Weihnachten

Gemüse statt Fleisch: Mit einem veganen Wellington-Braten kommen auch vegane Familienmitglieder auf ihre Kosten. (ncz/spot)
Gemüse statt Fleisch: Mit einem veganen Wellington-Braten kommen auch vegane Familienmitglieder auf ihre Kosten. (ncz/spot)

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SpotOn NewsSpotOn News | 19.12.2023, 16:00 Uhr

Ein veganes Essen an Weihnachten muss nicht heißen, sich nur von Beilagen ernähren zu müssen. Hier gibt es Inspiration für ein pflanzliches Menü, bei dem sicher nicht nur vegane Familienmitglieder auf ihre Kosten kommen.

Gans, Raclette, Fondue oder Würstchen – klassische Weihnachtsgerichte sind nicht gerade Veganer-freundlich. Oft müssen sich Veganer beim Weihnachtsessen mit den Gemüsebeilagen zufriedengeben. Doch es gibt zahlreiche Alternativen, die auch ganz ohne Tierprodukte für Weihnachtsstimmung sorgen.

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Sellerie-Haselnuss-Trüffel-Suppe

Bevor es im Hauptgang deftig und schwer wird, ist eine gesunde Sellerie-Haselnuss-Suppe der perfekte Anfang des Weihnachts-Dinners. Trüffel fügt dem Süppchen ein wenig weihnachtlichen Luxus hinzu.

Zutaten für sechs Portionen: 1 EL Olivenöl, ein kleiner Bund Thymian, 2 Lorbeerblätter, 1 Zwiebel (fein gehackt), 1 große Knoblauchzehe (fein gehackt), 1 Sellerieknolle (etwa 1 kg, geschält und gewürfelt), 200 g Kartoffeln (gewürfelt), 1l Gemüsebrühe, 100 ml pflanzliche Kochcreme, 50 g blanchierte Haselnüsse (grob gehackt), 1 EL Trüffelöl, Salz

Zubereitung: Das Öl in einem großen Topf auf niedriger Stufe erhitzen. Thymian und Lorbeerblätter mit Küchengarn zusammenbinden und mit der Zwiebel sowie einer Prise Salz in den Topf geben. Etwa zehn Minuten anschwitzen, bis die Zwiebel weich ist.

Knoblauch hinzufügen und eine weitere Minute köcheln lassen, dann Sellerie und Kartoffeln hinzugeben. Eine großzügige Prise Salz und Pfeffer hinzugeben und umrühren. Gemüsebrühe hinzugeben, aufkochen lassen und dann 30 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse komplett weich ist.

Währenddessen die gehackten Haselnüsse in einer Pfanne ohne Öl anbraten, bis sie goldbraun sind.

Thymian und Lorbeerblätter entfernen. Die Kochcreme hinzufügen und vom Herd nehmen. Mit einem Stabmixer glatt pürieren. Einen halben Esslöffel Trüffelöl in die Suppe einrühren und abschmecken. Die Suppe in Schüsseln füllen, mit den gerösteten Haselnüssen bestreuen und mit etwas mehr Trüffelöl beträufeln.

Pilz-Wellington mit Bratensauce

Ursprünglich mit Rindfleisch zubereitet, ist der Wellington-Braten vor allem in Großbritannien ein beliebtes Weihnachtsgericht. Stattdessen mit Pilzen gefüllt, macht er sich fantastisch als vegane Hauptspeise. Pilze lassen sich auch durch verschiedenes Gemüse ersetzen, etwa Rote Beete oder Süßkartoffel.

Zutaten für einen Braten: 2 Schalotten (fein gewürfelt), 3 Knoblauchzehen (fein gewürfelt), 900 g Champignons (fein geraspelt), Blättchen von 4 Zweigen Thymian, 4 Portobello-Pilze, 2 Bund Petersilie (fein gehackt), 2 EL Margarine, 2 EL vegane Crème fraîche, 2 EL Hefeflocken, 2 EL Dijon Senf, 1 Rolle Blätterteig, 1 EL Pflanzenmilch, Kurkuma, Salz, Pfeffer

Zubereitung: Die Margarine in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Schalotten und Knoblauch hinzugeben und goldbraun anschwitzen. Pilze hinzugeben und etwa zehn Minuten anbraten.

Pfanne vom Herd nehmen, die Masse in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen. Crème fraîche, Petersilie, Thymian, Senf und Hefeflocken hinzugeben und gründlich vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben und den Blätterteig darauf ausrollen. Pilzmasse in die Mitte des Blätterteigs geben und gleichmäßig verteilen, dabei ca. 2 cm Rand freilassen. Die Portobello-Pilze in die Mitte nebeneinander in eine Reihe setzen. Die seitlichen Enden des Blätterteigs etwas kürzen und die Abschnitte in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.

Blätterteigplatte von der langen Seite her über die Portobello-Pilze falten und eng aufrollen. Die Naht gut andrücken und nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Die Enden nach unten umschlagen.

Pflanzenmilch mit zwei Messerspitzen Kurkuma vermischen und den Blätterteig damit bestreichen. Die übrigen Blätterteigstreifen dekorativ daraufsetzen und ebenfalls bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Umluft ca. 23 bis 30 Minuten goldbraun backen. Braten aus dem Ofen nehmen, leicht abkühlen lassen und vor dem Servieren in Scheiben schneiden.

Zutaten für die vegane Bratensauce: 1 Zwiebel (fein gewürfelt), 5 EL Olivenöl, 500 ml vegane Gemüsebrühe, 4 EL Sojasauce, Blättchen von 3 Zweigen Thymian, Pfeffer, 3 EL Speisestärke

Zubereitung: Einen Esslöffel Olivenöl in einem kleinen Topf bei starker Hitze heiß werden lassen, Zwiebel unter Rühren drei bis fünf Minuten anbraten, bis sie glasig und goldbraun ist.

Gemüsebrühe, Sojasauce, Thymian und eine großzügige Prise Pfeffer in einem Messbecher verrühren und in den Topf geben. Kurz aufkochen und dann mehrere Minuten sanft köcheln lassen.

Fünf Esslöffel der Sauce in einer Schüssel mit Speisestärke verrühren und anschließend wieder in den Topf geben, verrühren. Das restliche Olivenöl in die Sauce geben und einrühren, dann vier bis fünf Minuten kochen, bis die Sauce andickt.

Die Sauce durch ein feines Sieb abgießen und mit dem Braten servieren.

Spekulatius-Tiramisu mit Cranberry-Kompott

Was gibt es Weihnachtlicheres als Spekulatius? Mit dem leckeren Keks als Twist wird der Klassiker Tiramisu zum perfekten Abschluss des Weihnachtsmenüs.

Zutaten: 200 g Sojajoghurt, 150 g vegane Crème fraîche, 20 g brauner Zucker, 3 EL Speisestärke, 0,5 TL Zimt, 200 g Spekulatius-Kekse (vegane Variante), eine Tasse Kaffee und Kakaopulver zum Dekorieren, 200 g Cranberrys, 100 g Zucker, 50 g Vanillezucker, 60 ml Apfel- oder Orangensaft, 1 Prise Zimt

Zubereitung: Den Joghurt mit der Crème fraîche, Zucker und Zimt vermischen und die Stärke unterrühren. Die Hälfte der Spekulatius-Kekse zerbröseln und mit etwas Kaffee übergießen, sodass eine teigartige Masse entsteht. Die Masse als Boden in kleine Gläser geben und eine Schicht der Creme darüber verteilen. Den Vorgang mit den restlichen Keksen und der übrigen Creme wiederholen, anschließend einige Stunden im Kühlschrank kaltstellen. Vor dem Servieren mit Kakao bestreuen.

Für das Cranberry-Kompott die gewaschenen Früchte in einen Topf geben und zusammen mit den anderen Zutaten auf mittlerer Flamme zum Kochen bringen. Die Hitze herunterdrehen und alles fünf bis zehn Minuten köcheln lassen, dabei regelmäßig umrühren. Die Cranberrys sollten aufplatzen und das Kompott eindicken. Das Kompott entweder heiß mit dem Tiramisu servieren oder in verschlossenen Einmachgläsern abkühlen lassen.