Donnerstag, 18. Januar 2018 21:18 Uhr

Dschungelcamp: Hinter den Kulissen einer Riesenproduktion

Freitagabend startet die 12. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier aus!“ bei RTL. Zu dem Autorentrio rund um Jens Oliver Haas und Jörg Uebber gehört auch der Spaßvogel und Satiriker Micky Beisenherz.

Schlagfertig: Autor Micky Beisenherz. Foto: Schultz-Coulon/WENN.com

Schlagfertig: Autor Micky Beisenherz. Foto: Schultz-Coulon/WENN.com

In der neuen Ausgabe der Hamburger Illustrierten ‚Stern‘ verrät er, wie es hinter den Kulissen zugeht – im Rahmen seiner Möglichkeiten. Denn natürlich darf so gut wie gar nichts über das eigentliche Geschehen der Comedy-Show nach Außen dringen. Zu wirklich erhellenden Neuigkeiten, wie es in „366, Dungay Creek Road, Dungay, New South Wales, 2484 Australien“ wirklich zugeht, trägt Herr Beisenherz leider nicht ganz bei. Aber immerhin erfahren wir, wie SEIN Arbeitstag ausgeht.

„Das Camp befindet sich in der Nähe des Ortes Murwillumbah, ein paar Kilometer südlich der Gold Coast“, schreibt der Meister. „Das berühmte Baumhaus ist also wirklich im Dschungel und kein Studio in Deutschland. Ebenso ist auch der Regen echt, die Hitze, die Überschwemmungen, die Sonne und die Doofheit derer, die steif und fest behaupten, RTL sende aus einem Gewächshaus nahe der holländischen Grenze.“ Ach? Wer glaubt das eigentlich immer noch?

Schichtbeginn ab 20 Uhr

Beisenherz wirft dann noch ein paar Schlagworte in den Ring, um unseren Hunger nach Hintergrund-Infos wenigstens ansatzweise zu stillen: „Containerdorf, Versorgungszelte, medizinische Abteilung, Catering, Technik, Foodtrucks, Kostüm- oder Makeup-Trailer, Büro- und Schnittcontainer“.

Rund 400 Mitarbeiter sollen Medienberichten zufolge ja vor Ort sein und knapp drei Wochen lang in drei Schichten malochen. Eine Staffel soll rund 30 Millionen Euro kosten. Klingt viel. Doch der Sender soll pro Folge rund 4,7 Millionen Euro an Werbeeinnahmen generieren plus die Einnahmen aus den Zuschaueranrufen.  Pro Staffel kämen da insgesamt ca. 64 Millionen Euro zurück.

Dschungelcamp: Hinter den Kulissen einer Riesenproduktion

Die 12 Granaten der diesjährigen Staffel. Foto: MG RTL D

Doch zurück zum geschätzten Kollgen Beisenherz. Der Arbeitstag der drei Autoren beginne „Immer gegen 20 Uhr, wenn wir unser Hotel in der Urlauberenklave Salt Valley Richtung Camp verlassen“, verrät er im „Stern“. Dann ab 21 Uhr „kurzes Meeting mit der Produktion, was den Tag über so passiert ist, welche Filme im Laufe der Nacht geschnitten werden und was in der Show um 7 Uhr 15 Uhr Ortszeit live ausgestrahlt werden wird.“ Anschließend wird bis 4 Uhr morgens in „rund 20 Schnittcontainern“ gesichtet, getextet und nötigenfalls umformuliert. Ab 5 Uhr gibt’s die ersten Proben, bevor die Show dann morgens „um 7 live auf Sendung“ geht.

„Gegen 9 Uhr morgens ist der Spaß dann für gewöhnlich vorbei, und wir fallen wie die Heuschrecken über das ‚Abendessen‘ im Versorgungszelt her.“ Um 11 Uhr geht’s ins Bett, um 18 Uhr wieder raus. Denn täglich grüßt das Murmeltier…

Fünf noch offene Fragen

WIR hätten da allerdings noch weitere Fragen, deren Beantwortung vielen auf den Nägel brennt und ihnen vermutlich sämtlicher lllusionen berauben würde…

1. Stimmt es, dass im Dschungelcamp der Lärm vorbeifahrender Autos einer naheliegenden Fernverkehrsstraße zu hören ist?

2. Stimmt es, dass das Pritschenlager nur einen Steinwurf von en Produktionsbaracken auf dieser Privatfarm liegt, lediglich am Rand eines Waldes, der so gar nicht nach Dschungel aussieht?

3. Stimmt es, das unmittelbar vorm Set des Camps ein künstlicher Felsen aus Pappmaché an Gerüsten errichtet wurde, hinter dem die Kameraleute sang – und klanglos agieren.

4. Stimmt es, dass die meisten Aufnahmeorte mit Farnen und Gebüsch aufgepeppt wurden?

5. Stimmt es, dass die Show nicht wirklich live ist, z.B. bei den morgendlichen Moderationen, weil das angesichts des abgesicherten Geländes ja eh keiner überprüfen kann?

https://www.stern.de/kultur/micky-beisenherz/micky-beisenherz-ueber-das-dschungelcamp–so-geht-es-hinter-den-kulissen-zu-7827252.html

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